Deflation

Unter dem Begriff der Deflation versteht man das Gegenstück zur Inflation, bei welcher der Wert einer bestimmten Geldmenge abnimmt und dafür weniger Waren als zuvor gekauft werden können. Bei der Deflation dagegen kommt es zu einem Preisrückgang oder im Umkehrschluss auch zu einem Anstieg des Geldwerts. Volkswirtschaftlich herrscht weltweit in den meisten Wirtschaften die Einsicht, dass eine leichte Inflation von bis zu 2 % jährlich ein förderliches Klima für Unternehmen und Sparer vorgibt: Durch den Wertverfall des haptisch greifbaren Münz- und Scheingeldes werden Sparer animiert, ihr Geld zu investieren, womit die Wirtschaft wichtige Reserven zur Reinvestition erhält. Die Deflation dagegen geht als Schreckgespenst mit dem Gedanken an wirtschaftliche Depression und Warenknappheit einher. Da eine Werterhöhung des Geldes bedeutet, dass das Preisniveau zurückgeht, bedeutet die Deflation in einer Volkswirtschaft einen Rückgang der Geldmenge gegenüber dem Warenangebot. Bedingt ist eine Deflation in der Regel durch einen Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage nach Gütern. Darum tritt dieses Phänomen üblicherweise in einer Abwärtsspirale der Wirtschaft auf: Die sinkende Nachfrage führt ihrerseits zu weiteren Abwärtstendenzen des Geschäftsklimas. Die Deflation ist auch deshalb volkswirtschaftlich verpönt, da sie das Modell des Zinses als Triebfeder des wirtschaftlichen Handelns aushebelt. Schließlich würde eine anhaltende Deflation bedeuten, dass Personen mit großem Geld-Barvermögen eine Wertsteigerung erfahren würden, ohne dafür jegliches unternehmerisches Risiko auf sich zu nehmen. Benachteiligt würden dagegen alle Personen mit niedrigem Bar-Vermögen oder einem hohen Grad an Kredit-Verschuldung.

Gründe für die Entstehung

Für die Entstehung einer deflationären Stimmung gibt es verschiedene Arten von Ursachen: Zu den außenwirtschaftlichen Ursachen zählt unter anderem eine zurückgehende Nachfrage nach Produkten eines ausgewiesenen Exportlandes im Ausland. Auch eine Aufwertung der eigenen Währung kann zum Auslöser für deflationäre Tendenzen werden, wenn einheimische Produkte für ausländische Abnehmer verteuert werden. Es ist die Aufgabe von Notenbanken wie der EZB, dies durch gezielte Eingriffe in den Devisenmarkt möglichst zu verhindern. Ein deflationäre Tendenzen bedingender Angebotsüberschuss im Inland kann aber auch entstehen, wenn ausländische Märkte durch Schutz-Zölle abgeschottet werden. Monetäre Ursachen für das Problem dagegen können in einer restriktiven Geldpolitik der jeweiligen Zentralbank liegen: Geldverknappung führt dann über einen hohen Leitzins zum Ungleichgewicht mit der volkswirtschaftlichen Produktion von Waren.

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