Turmalin

Der Turmalin ist ein wahrer Farbenkünstler. Selbst ein einzelner Kristall kann mehrere Farben aufweisen. Die Farben variieren nochmals von der Betrachtungsweise. Von der Seite aus betrachtet sehen grüne Turmaline braun aus. Je weiter der Stein von der Spitze aus betrachtet wird, umso dunkler erscheint er. Werden Turmaline gedreht, dann kann die Farbschattierung von Blau bis zu Schwarz übergehen.

Name und Entstehung

Mit dem Wort "thuremali" werden in Sri Lanka bunte Schmucksteine bezeichnet. Bereits 1711 war der Turmalin in Europa bekannt. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts begann der Export der Schmucksteine. Die Holländische Ostindische Kompanie besaß das Handelsmonopol für den Export von Turmalin aus Sri Lanka. Turmaline bilden prismatische Kristalle in magmatischem Gestein. Sie entstehen auch in Gesteinsschichten, welche aufgrund eines höheren Druckes in der Erdkruste entstehen. Das Mineral Elbait ist für die Entstehung von allen Turmalinen verantwortlich. Mit der Farbe des Turmalins ändert sich die chemische Zusammensetzung. Turmaline werden als Achroit (farblos), als Indigolith (blau), Rubelith (rosa bis rot), Silberit (blauviolett bis rotviolett), Tilasit (dunkelgelb) oder Verdelith (grün) bezeichnet. Turmaline werden in Afghanistan, Brasilien, Kenia, Madagaskar, Malawi, Mosambik und Nigeria abgebaut.

Sonderformen

Der Schörl ist der am häufigsten vorkommende Turmalin. Er wurde bereits 1562 im Erzgebirge gefunden. Der Schörl ist außen schwarz und besitzt einen weißen Kern. Sein Hauptbestandteil ist Eisen. Der Dravit wurde erstmals 1884 von Gustav Tschermak verwendet. Dravit kann mit "entlang der Drau" übersetzt werden. Die Fundstelle lag im damaligen Kärnten. Die Hauptbestandteile des schwarzbraunen Steines sind Magnesium und Aluminium. Im Elbait wurde erstmals 1818 Lithium gefunden. Der Name leitet sich vom Fundort auf der Insel Elba ab. Elbaite sind vielfarbig.

Verwendung

Mit einer Härte von 7 bis 7,5 wird der Turmalin als Schmuckstein geschliffen. Die Meisterschale der Fußballbundesliga und der DFB-Pokal sind mit Turmalinen bestückt. Turmaline wirken pyroelektrisch. Wird der Kristall erwärmt oder abgekühlt, dann laden sich gegenüberliegende Flächen entgegengesetzt auf. Turmaline werden in der Elektronik und in der Mikroskopie verwendet.

Wert

Der Preis für Turmaline ist in den letzten zehn Jahren gestiegen. Besonders farbige Turmaline eignen sich als Wertanlage. Wertkriterien sind eine leuchtende Farbe, ein deutlicher Farbverlauf und die Größe des Edelsteins.

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