Feingehalt

Der Begriff Feingehalt bezieht sich auf den Masseanteil des jeweils hochwertigsten Edelmetalls in metallischen Gegenständen. Genauer gesagt bezieht er sich auf das Verhältnis des Feingewichts zum Raugewicht, also der tatsächlichen Edelmetallmenge im Verhältnis zum Gesamtgewicht des betreffenden Metallgegenstands. Gemeinhin wird dieses Verhältnis in Promille angeben. Ein anderes Wort für Feingehalt ist Karat, welches heutzutage aber an sich nur noch bei Schmuck Verwendung findet. Anders verhält es sich mit den Synonymen Korn, Feine und Feinheit, die zumindest in Bezug auf Münzen durchaus noch gängig sind.

Münzwert

Wenngleich sich der Feingehalt auf den Edelmetallanteil einer Münze bezieht, spielt er in Bezug auf den Münzwert aber dennoch eine eher untergeordnete Rolle. Ausschlaggebend für den Wert von Münzen ist eher das Feingewicht, also die tatsächliche Masse des Edelmetallanteils. Wobei darauf hinzuweisen ist, dass der reine Materialwert im Gegensatz zu früher heute eigentlich bloß noch bei Anlagemünzen von Bedeutung ist. So richtet sich der objektive Wert aktuell gültiger Währungsmünzen alleine nach ihrem Nennwert, wohingegen der Wert von Sammlermünzen zumeist von rein subjektiven Kriterien abhängt. Zu diesen Kriterien gehören unter anderem ihr historischer Wert, der sich allerdings nur bedingt beziffern lässt, oder aber ihr Liebhaberwert, der sich in letzter Instanz aber individuell nach der persönlichen Motivation des jeweiligen Sammlers richtet, obgleich sich selbstverständlich auch die allgemeine Nachfrage, die momentane Verfügbarkeit und der derzeitige Erhaltungsgrad maßgeblich auf den Sammlerwert von Münzen auswirken.

Sammlermünzen

Ein gutes Beispiel für Sammlermünzen, deren Sammlerwert aus gleich mehreren Gründen deutlich über ihrem reinen Materialwert liegt, sind Billonmünzen, also Münzen mit einem Feingehalt von deutlich weniger als 500/1000. Zu diesen Gründen gehört zunächst, dass Billonmünzen aus historischer Sicht von großer Bedeutung sind, zumal ihre Geschichte bis ins 6. oder 7. Jahrhundert vor Christus zurückreicht und sie zudem als die direkten Vorläufer der sogenannten Scheidemünzen gelten. Hinzukommt, dass Billonmünzen häufig über viele Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte im Umlauf waren, sodass es heute kaum noch Münzen in gut erhaltenem Zustand gibt. Ungeachtet dessen wurden im Verlauf der Jahrhunderte respektive Jahrtausende unzählige verschiedene Billonmünzen ausgegeben. Ein Beispiel für Münzen, deren Münzwert nahezu ausschließlich von ihrem Feingehalt respektive Feingewicht abhängt, wären hingegen Bullionmünzen.

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