Florin

Als Florin wurden im Laufe der Zeit verschiedene Münzen bezeichnet. Angefangen bei einer Goldmünze, die von Mitte des 13. bis ins 16. Jahrhundert hinein in Florenz geprägt wurde, einer Münze aus England des 19. Jahrhunderts bis zur Währung des Inselstaates Aruba, dem Aruba-Florin aus heutiger Zeit. Aber auch der Gulden wird teilweise als Florin bezeichnet.

Die Goldmünze aus Florenz als Vorbild für den Gulden

Der florentinische Florin ist ein Zeichen dafür, dass im Hochmittelalter der Geldverkehr zunahm. Da Karl der Große im 9. Jahrhundert die Goldmünzen zugunsten der Silbermünzen abgeschafft hatte, wurde es nun wieder notwendig, einen höheren Wert einzuführen. Dies geschah erstmals zu Beginn des 13. Jahrhunderts unter Friedrich II., der mit dem Augustalis wieder eine Goldmünze einführte. Ab 1353 begann dann auch Florenz, Goldmünzen in großen Stückzahlen zu prägen. Für die Münzen wurden 3,54 Gramm Feingold verwendet und zeigten auf der Rückseite das Abbild Johannes des Täufers, während die Vorderseite eine Lilie trug. Numismatiker wissen zu schätzen, dass sich das Ausgabejahr der Münzen genau eingrenzen lässt, denn ab 1300 wurde es in Italien üblich, dass die jeweiligen Münzmeister ihr Zeichen auf der Münze einschlugen. Da die Münzmeister im sechsmonatigen Rhythmus wechselten, kann man noch heute sagen, in welchem Jahr ein Florin geprägt wurde. Der letzte Florin in Florenz wurde 1533 geprägt, als man unter Cosimo I. von Medici den Scudo herausgab, um das Münzwesen zu vereinheitlichen.

Die englische Silbermünze im 19. Jahrhundert

Die englische Zwei-Shilling-Münze, die ab 1849 in Großbritannien herausgegeben wurde, hat bis auf ihren Namen nicht viel mit dem florentinischen Florin gemeinsam. Die Münze wurde bis 1947 aus Silber gefertigt, wobei sich der Feingehalt im Lauf der Zeit änderte. Von 1849 bis 1920 bestanden die Münzen aus 925er und ab 1920 nur noch aus 500er Silber. Ab 1947 verzichtet man ganz auf den Silberanteil und fertigte die Münzen aus Kupfernickel. Die Vorderseite trug ein Porträt des jeweiligen Monarchen oder der Monarchin, während auf der Rückseite die Wappen von England, Schottland, Irland und Wales eingeschlagen waren. Später wurde dieses durch eine Rose, an deren Seiten ein Kleeblatt und eine Distel zu sehen sind, ersetzt. Eine numismatische Rarität stellt der Doppel-Florin dar. Diese Münze wurde von 1887 bis 1880 aus 20,92 Gramm Silber geprägt. Da diese Münze leicht mit der Crown-Münze verwechselt werden konnte, die einen höheren Wert hatte, wurde diese Münze bald wieder eingezogen, sodass heute nur noch wenige Exemplare existieren.

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