Geld im Volksmund

Geld hat viele Namen, einige leiten sich aus dem Rotwelschen ab, einer Art Geheimsprache sozialer Randgruppen im Mittelalter, weswegen auch einige jiddische/hebräische Begriffe ins Rotwelsche Eingang fanden. Im Laufe der Jahre wurde sie zur Gaunersprache mit Begriffen wie Kies, Asche, Pulver, Zaster oder Zimt für Geld. Auch heute stammen viele Begriffe, die Einzug in unsere Umgangssprache gehalten haben, noch aus der Geheimsprache des Rotwelschen. Der Begriff Zaster für Geld gehört ursprünglich zum Wort "saster" für Eisen, was aus dem Altindischen stammt. Der Begriff "Zaster" wurde sogar später in der Soldatensprache für das Wort "Lohn" übernommen. Verpulvern heißt im heutigen Hochdeutschen "vergeuden", mit Schotter bezeichnet man zerkleinertes Gestein, also Kleingeld. Das Geld selbst wird von den Gaunern mit Moos, Torf oder Kies bezeichnet, bei großem Reichtum spricht man von Mammon. Kies wiederum kommt aus dem Hebräischen. Kröten kommen vom Begriff her aus den Gaunerkreisen Berlins. Beispielsweise wird auch der Polyp als Polizist nicht von dem Meerestier mit den vielen Fangarmen abgeleitet, sondern vielmehr vom Wort Polipee aus dem Rotwelschen, einer ehemaligen Bezeichnung der Gauner für Polizisten.

Vielerlei Wortbedeutungen

Geld hat im Volksmund auch besondere Namen, wenn es sich tatsächlich um Zahlungsmittel handelte, wie beispielsweise Kohle nach dem Zweiten Weltkrieg. Weitere Bezeichnungen von Namen für Geld im Volksmund sind folgende: Mammon, abgeleitet vom arabischen bzw. aramäischen aman, es bedeutet "das, worauf man vertraut". Außerdem stammen „Moneten“, abgeleitet von Moneta, ursprünglich von dem englischen money. „Penunzen“ bedeutet ebenfalls Geld, abgeleitet über das polnische Pienzidze, aus dem lateinischen Pecunia. Stutz ist der schweizerische Begriff für Franken. „Obolus“ stammt von dem altgriechischen Münznominal Obolos, ein ehemals metallisches Tauschobjekt. Auch bei Münzen hat Geld im Volksmund besondere eigene Bezeichnungen, wie beispielsweise den Heiermann für das Fünfmarkstück, den Groschen für das ehemalige 10-Pfennig-Stück oder den Namen Zwickel für das Zweimarkstück. Auch Heller und Batzen gehören zu den besonderen Namen für Geld im Volksmund, sie wurden sogar in einem Lied verewigt.

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