Geschichte der Aktien

Die Geschichte der Aktien geht bis ins Mittelalter zurück. Denn im Grunde stellen Aktien nichts anderes als die verbriefte Form der Beteiligung an einem Unternehmen dar. Die erste Urkunde dieser Art wurde 1288 im schwedischen Falun ausgestellt und bezog sich auf das Miteigentum in Höhe von einem Achtel an der dortigen Kupfermine. Dies macht die immer noch bestehende "Stora Kopparbergs Bergslags Aktiebolag" zur weltweit ältesten Aktiengesellschaft.

Der Handel mit Aktien

Mit den Anteilsscheinen von Unternehmen wurde allerdings lange kein Handel betrieben. Die ersten Aktien dienten vor allem der rechtlichen Absicherung von Eigentumsverhältnissen. Dies änderte sich mit dem Aufkommen der "Vereinigten Ostindischen Kompanie" im frühen siebzehnten Jahrhundert. Diese entstand durch den Zusammenschluss mehrerer im Kolonialhandel involvierter Firmen. Der so gebildete Konzern war der erste, welcher seine Anteilsscheine im klassischen Handel an der Börse veräußerte. Die erste Aktiengesellschaft Deutschlands bildete ab 1809 die Dillinger Hütte. Je mehr Aktiengesellschaften entstanden, desto mehr Werte häuften sich in Form von Aktienpaketen bei den jeweiligen Eigentümern der Papiere an. Um möglichen Diebstahl vorzubeugen, gingen immer mehr Aktieninhaber dazu über, ihre Wertpapiere in speziellen Depots von Banken verwahren zu lassen.

Stärkung der Macht der Banken

Grundsätzlich wird bei Aktien zwischen Stammaktien und Vorzugsaktien unterschieden. Anders als bei Stammaktien genießt der Inhaber einer Vorzugsaktie in der Regel kein Stimmrecht. Hinsichtlich der von ihnen verwahrten Stammaktien lassen sich Banken häufig das Stimmrecht ihrer Kunden übertragen. Auf diese Weise lassen sich die Abstimmungen auf Aktionärsversammlungen erheblich vereinfachen. Denn die überwiegenden Mehrheiten der Anteile liegen aufgrund dieser Regelung in den Händen weniger Teilnehmer der jeweiligen Versammlung. Vor allem der Einfluss der Banken auf das wirtschaftliche Geschehen wurde durch die Einführung des Depot-Stimmrechts entscheidend erweitert. Da der Aktienhandel an den Börsen inzwischen auf eine lange und traditionsreiche Geschichte zurückblicken kann, erfreut sich nicht zuletzt das Sammeln ehemaliger Aktien von aufgelösten Unternehmen einer ähnlichen Beliebtheit wie das Sammeln von Münzen.

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