Hilft es, Münzen am Automaten zu reiben?

Man steht an einem Automaten und möchte eine Münze einwerfen, und sie fällt immer wieder durch. Manche reiben dann die Münze neben dem Einwurf-Schlitz, damit der Automat sie annimmt. Aber das ist nur ein Mythos.

Wie prüft ein Münzautomat eigentlich?

Genau wie bei einem Placebo-Medikament, das keine Wirkung zeigt, so hat das konstante Reiben neben dem Einwurf-Schlitz auch keinen Effekt. Physikalisch gesehen ist das Reiben völlig unnötig.

Jeder Automat hat einen elektronischen Münzprüfer, der die genauen Daten für jede Münze, die eingeworfen wird, gespeichert hat. Dieser prüft, aus welchem Material die Münzen beschaffen sind. Dabei ist die elektrische Leitfähigkeit wichtig. Die eingeworfene Münze passiert ein Magnetfeld, das eine Spule erzeugt. Sogenannte Wirbelstromverluste werden von einer zweiten Spule registriert. 2-Euro-Münzen haben eine Kupfer-Legierung mit 25 % Nickel.

Es finden sich drei Schichten im Innern der Münze übereinander, die aus Kupfer, Zink und Nickel bestehen. So können oberflächennahe und auch tiefere Zonen von diesen Münzen besser kontrolliert werden und rutschen besser durch. Es kann bei diesem Vorgang schon einmal vorkommen, dass der Automat die Münzen nicht annimmt, obwohl sie gültig sind.

Moderne Prüfverfahren

Modern ausgestattete Automaten scannen sogar das Prägungsbild. Werden die Normwerte bei dieser Prüfung nicht eingehalten, so fallen die Münzen durch. Nicht jede Münze ist komplett gleich, deshalb muss immer eine bestimmte Toleranz mit einbezogen werden.

Auch wenn die Messungstoleranz zu niedrig eingestellt ist, kann es zum plötzlichen Durchfallen von Münzen kommen. Das ist die Erklärung dafür, dass eine nicht angenommene Münze doch plötzlich durchrutscht und erst beim zweiten Einwurf akzeptiert wird. Die Oberfläche der Münzen verändert sich aber dadurch nicht. 

Kann es doch einmal funktionieren?

Auch sind Euro-Münzen nicht alle gleich. Sie zeigen unterschiedliche Prägungen, die in den Prägeanstalten jeweils anders erhitzt und gepresst werden. Da jedes Geldstück altert, kann es aus der Toleranzgrenze herausfallen. Das Reiben der Münzen am Automat bringt nichts, lediglich die Oberfläche der Automaten erleidet jährlich durch das Kratzen und Reiben einen erheblichen Schaden. 

Sollte dennoch eine Münze nach dem Reiben einmal angenommen werden, so könnte es sich um Schmutz handeln, der abgerubbelt wurde und das Gewicht der Münze damit verändert hat. Der Rat von Experten geht dahin, nicht am Automat zu reiben, sondern es wiederholt zu versuchen oder eine andere Münze einzuwerfen.

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