Münze Prägung

Bei der Münzprägung handelt es sich um einen mechanischen Vorgang, bei dem ein Münzrohling, der sogenannte Schrötling, durch einen Prägestempel einen gewünschten metallenen Druck erhält. Mit diesem Verfahren werden Plaketten, Orden, Marken, Medaillen und Münzen geprägt, auch jede Münze mit besonderer Prägung.

Manuell eine Münze mit Prägung zu versehen wurde in der vorindustriellen Zeit als Münzschlagen bezeichnet, die spätere maschinelle Fertigung nennt man Münzkunst.

Mit Beginn der Neuzeit endeten die Produktion der Münze und ihre Prägung mittels manuellem Verfahren. Der 1486 eingeführte Guldengroschen, später Taler genannt, ließ sich auf die hergebrachte Art nur mühsam und sehr ungenau schlagen. Auch für die neuartigen Prägemedaillen war mehr Kraft erforderlich, als ein Schmied aufzubringen in der Lage war.

Erfinder entwickelten neue Prägemaschinen, von denen sich jedoch nur die Spindelpresse auf Dauer durchsetzen konnte. Sie findet in modernisierter Form heute noch Anwendung in der metallverarbeitenden Industrie oder in Prägeanstalten.

Spindelpresse vs. Walzenprägung und Klippwerk

Zu Beginn der Entwicklung konkurrierte die Spindelpresse mit der Walzenprägung und dem Klippwerk. Bei der Prägung durch das Klippwerk sorgte ein Oberstempel, der sich in einem Rohr oder einer Schiene auf und ab bewegt, für die Prägung. Dieser Oberstempel wurde mit Hilfe eines Steigbügels bewegt.

Bei dieser Art der Herstellung kam es wesentlich seltener zu Verletzungen des Rohlings oder Verdrehen des Stempels während der Prägung als bei der althergebrachten Methode. Durch das Klippwerk wurde das Festhalten des Oberstempels überflüssig, nicht jedoch das manuelle Schlagen auf den Oberstempel. Daher wurde es in der Hauptsache bei kleineren Münzsorten eingesetzt.

Bei der Walzenprägung drehte man zwei gravierte Stahlwalzen gegeneinander. Dies erfolgte durch Wasserkraft, Göpelwerke oder Muskelkraft. Zwischen den Walzen wurden dünne Metallstreifen, die Zaine, gezogen. Darauf markierten sich die Rück- und Vorderseite der Münzen, die anschließend aus dem Metallstreifen geschlagen oder geschnitten wurden. Der Nachteil des Verfahrens bestand darin, dass die Münzen leicht oval waren.

Heute werden diese Münzen von Sammlern sofort erkannt, da sie aufgrund der Form am Rand nicht mit Inschriften oder Mustern versehen werden konnten. Das machte sie anfällig für Manipulationen aller Art.

Heute stanzen Maschinen, die als Nachfolger der Spindelpresse gelten, bis zu 20.000 Rohlinge aus vorgefertigten Zain-Metallbändern.

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