Deutsche Prägezeichen: Me

Im Jahre 1920 richtete die Staatliche Porzellanmanufaktur Meissen eine eigene Abteilung ein, in der nur Notgeld aus weißem Porzellan oder braunem Böttgersteinzeug hergestellt wurde. Diese Notmünzen für Sachsen erhielten das Prägezeichen Me.

Auf Grund des vorherrschenden Metallmangels nach dem 1. Weltkrieg waren Münzen aus Porzellan eine gute Notlösung. Sie wiesen nur geringen Abrieb auf und brauchten nicht extra glasiert zu werden. Da es sich trotz des Begriffs Notgeld um offizielle Zahlungsmittel handelte, besaßen die einzelnen Nennwerte eigene Motive und die gekreuzten Schwerter der Manufaktur als Markenzeichen. Die 5-, 10- und 20-Mark-Münzen erhielten zusätzlich einen Goldrand.

Der Entwurf für die Motive stammte von Emil Paul Börner aus Sachsen. Die braunen Oberflächen aus Böttgersteinzeug waren unempfindlich gegen Verschmutzung. Sie wurden daher in größerer Auflage geprägt als die Münzen aus Biskuitporzellan. Noch im Reichsgesetzblatt von 1922 werden sie ausdrücklich als offizielles Zahlungsmittel benannt.

Die Münzen wurden jedoch nur bis zum Jahr 1922 hergestellt. Mit Erlass vom 17.7.1922 wurden die Besitzer zur Rückgabe und zum Eintauschen der Münzen aufgefordert. Auf Grund der künstlerischen Werthaltigkeit wurden viele der Porzellanmünzen jedoch nicht zurückgegeben und wanderten in zahlreiche Sammlungen.

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