Doppelsenkungen

Bei der Suche nach interessanten und wertsteigernden Fehlprägungen werden Numismatiker recht häufig auf die Doppelsenkung stoßen. Da Doppelsenkungen auf einem Fehler im Prägestempel basieren, werden immer ganze Serien mit dieser Abweichung versehen.

Entstehung von Doppelsenkungen

Der Prägestempel bzw. die Matrize entsteht, indem eine Patrize in diese gesenkt wird. Die Patrize (Vater) hat dort Erhebungen, wo auch die Münze erhaben ist.

Üblicherweise wird der Vaterstock mehrfach in den Mutterstock gedrückt. Wenn bei diesen Versenkungen der Vaterstempel etwas verkantet oder gedreht abgesenkt wird, entstehen an den Konturen der Matrize kleine Verschiebungen. Jede Münze, die mit der fehlerhaften Matrize geprägt wird, weist exakt die gleiche Verschiebung an den Konturen auf.

Kennzeichen des Prägefehlers

Da Doppelsenkungen auf einem Fehler im Prägestempel zurückgehen, ist immer nur eine Seite der Münze davon betroffen. Daran lässt sich eine Doppelsenkung von einem Doppelschlag unterscheiden. Typisch ist auch, dass nicht alle Konturen eines Münzbildes die Dopplung aufweisen. Meist ist nur ein Teil der Matrize fehlerhaft, daher sind nur einige Konturen von der Dopplung betroffen.

Unterscheidung zu anderen Fehlprägungen

Doppelschläge entstehen, wenn eine fertige Münze nicht ausgeworfen und ein zweites Mal vom Prägestempel getroffen wird. Sofern die Münze sich bei dem Vorgang nicht verschoben hat, gibt es keinen Unterschied zu einer normalen Münze.

In der Regel kommt es aber zu einer Verschiebung, Teile der ersten Prägung und die neue Prägung sind sichtbar. Beim Doppelschlag gibt es immer auf der Vorder- und der Rückseite einen gleichen Musterversatz. Diese Fehlprägungen sind wertvoller als Doppelsenkungen, da sie Unikate sind.

Sofern eine Münze nicht ausgeworfen und ein neuer Rohling darüber gelegt wird, entsteht eine noch seltenere Incusprägung. Die nicht ausgeworfene Münze prägt den Rohling, der dadurch einseitig die Prägung einer Matrize aufweist. Was erhaben sein sollte, ist eine Vertiefung.

Einige bekannte Fehlprägungen

Bei den 10-DM-Münzen "Olympiade Deutschland" aus dem Jahr 1972 (J) gibt es einige Münzen mit einer leichten Doppelsenkung bei der "10". Sehr stark ausgeprägte Doppelsenkungen finden sich bei einigen 50-Pfennig-Münzen aus dem Jahr 1992 (F). Bei der Jahreszahl gibt es einen starken Versatz.

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