Lichtenrader Prägungen

Unter einer Lichtenrader Prägung versteht man eine Fehlprägung, die entsteht, wenn in der Münzpresse versehentlich kein Rohling vorhanden ist. Dann treffen die beiden Prägeplatten, die das Motiv auf der Vorder- und Rückseite der Münze im Negativ enthalten, aufeinander. Dabei kann es vorkommen, dass sich die beiden Seiten der Münzpresse gegenseitig beeinflussen.

Die Prägestempel können durch den Kontakt miteinander verformt werden, so dass sich bei den nachfolgenden Prägungen Fehler im Motiv ergeben. Auf der fertig gepressten Münze sind dann auf einer der beiden Seiten oder auch auf beiden Seiten schemenhaft Teile der Prägung der jeweils anderen Münzseite zu erkennen.

Namensgebende Fehlprägung

Münzen mit Lichtenrader Prägungen sind begehrte Objekte unter Münzensammlern, weil es sich um seltene Fehlprägungen handelt. Der Begriff der Lichtenrader Prägungen entstand in Deutschland 1976, nachdem eine Reihe von 5-D-Mark-Münzen in Umlauf kam und die Fehlprägung in einer Volksbank in Lichtenrade in Berlin auffiel.

Seither sind solche Fehlprägungen als Lichtenrader Prägungen bekannt. Zunächst hielten die Angestellten der Volksbank die 5-D-Mark Stücke für Fälschungen und es gab viel Aufsehen in der Presse. Bei diesen Münzen aus dem Jahr 1975, die 1976 in Berlin auffielen, handelte es sich um Münzen, die in Karlsruhe geprägt worden waren.

Auf der Seite, auf der die große Fünf zu sehen ist, waren Spuren des Adlers zu erkennen, der sich auf der Rückseite der 5-D-Mark-Münze befindet. Seither werden alle Münzen mit einer ähnlich gearteten Fehlprägung als Lichtenrader Prägungen bezeichnet.

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