Münznamen und Bezeichnungen

Münzen gibt es seit mehr als 2500 Jahren. Die meisten Benennungen von Hartgeld, die bekannt sind, haben ihren Ursprung im Mittelalter oder in der Neuzeit. Viele Geldstücke haben eine religiöse Symbolik. Um die Namen und Betitelungen von Geldstücken richtig deuten zu können, sind numismatische Kenntnisse notwendig.

Die Erforschung der Münznamen und Bezeichnungen

Nachweislich seit dem 14. Jahrhundert existiert eine Vielzahl von Dokumenten, die Münznamen bzw. Münzbezeichnungen belegen. Recherchequellen für Münznamen/Bezeichnungen sind u.a Urkundenbücher, Chroniken oder Wirtschaftsbücher.

Herkunft und Bezeichnung der Münzen

Der Ursprung der Münznamen/Bezeichnungen lässt sich aus sechs Teilgebieten herleiten:

  1. nach der Herkunft
  2. nach dem Wert
  3. nach dem Metall
  4. nach dem Aussehen (dazu gehören Farbe, Münzbild und Inschrift)
  5. nach der Qualität
  6. nach dem Alter.

Bekannte Beispiele

Beispiele für den Münznamen, die sich auf die Herkunft beziehen, sind u.a. der "Heller" und der "Taler". Der wohl bekannteste Taler ist der im Jahre 1753 zum ersten Mal geprägte "Maria-Theresien-Taler". Sein Name nimmt Bezug auf die österreichische Kaiserin Maria Theresia.

Weitere Beispiele sind der "Batzen" und der "Rappen". Beide Münznamen verweisen auf ein Tier - der Batzen auf den Bären und der Rappen auf den Raben.

Bezogen auf die Beschaffenheit des Geldstückes ist der bekannteste Münzname der "Gulden" - der Goldene. Demnach besteht die Münze aus dem Metall Gold.

Zu den ältesten Münznamen werden der "Kreuzer" und die "Krone" gezählt. Der Münzname "Kreuzer" bezieht sich auf ein geprägtes Kreuz auf dem Geldstück.

Namensgeber für Münzen waren ebenso Länder oder Orte. Ein Vertreter dieses Teilgebietes ist der "Heller", benannt nach dem Ort Schwäbisch Hall.

Die Form, die Größe und Stärke, das Münzbild und die Aufschrift sowie der Klang der Münzen sind unter dem Teilgebiet „Aussehen“ zusammengefasst. Der Faktor Qualität gibt Aussage über die Beschaffenheit des Münzmaterials, insbesondere bei Gold und Silber. Das Alter der Münzen ist ein Aspekt der Wertigkeit.

Im Zuge des Handels- und Geldverkehrs wurde in England der "Taler" als "Dollar" bezeichnet. Der "Penny" hingegen ist als Unterwährungseinheit des Pfund verwandt. Ein Pfund entsprach 240 Pence. Bis heute sind der Dollar (u.a. USA, Kanada) und der Penny - als Pence oder Cent - im Umlauf. Allerdings wurde der alte Penny 1971 an das Dezimalsystem angeglichen. Seitdem entspricht er einem Hundertstel und nicht wie ursprünglich einem 240stel eines Pfundes.

Zusammenfassend können Münznamen/Bezeichnungen eine enorme und inhaltsreiche Aussagekraft besitzen.

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