Sesterz

Die wohl bekannteste Münze des Altertums war der Sesterz, der bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. als Zahlungsmittel verwendet wurde. Er fand im Laufe der Jahrhunderte eine weite Verbreitung bis in die deutschen Länder, die unter römischer Herrschaft standen, und das gallische Königreich.

Seinen Namen hat der Sesterz seinem Wert zu verdanken. Dieser betrug ursprünglich 2,5 Asse, somit war er das 3. As. "Semis tertius" lautete die römische Bezeichnung, aus der schließlich Sesterz entstand. Gegen 130 v. Chr. wurde sein Wert mit 4 Assen beziehungsweise 2 Dupondien festgelegt.

Der Sesterz - das Zahlungsmittel der Römerzeit

Die ersten Sesterze wurden aus Silber geprägt. Ihr Gewicht betrug etwas mehr als ein Gramm. Unter Julius Caesar wurden die ersten Sesterze aus Bronze ausgegeben. Erst unter Augustus erhielt der Sesterz seine Form und einen festgelegten Wert.

Der Durchmesser der Münze betrug zwischen 27 bis 35 Millimeter und sie brachte ein Gewicht von einer Unze, das entspricht ungefähr 27,3 Gramm, auf die Waage. Anstelle der Bronze kam eine Legierung aus Kupfer und Zink, das Aurichalkum, das dem Messing ähnelt, zum Einsatz.

Auch wenn sich im Laufe der Zeit das Gewicht durch den abnehmenden Zinkanteil verringerte, behielt der Sesterz einen bestimmten Wert. So konnte er von Kaiser Diocletian auch nach dessen Münzreform als fester Buchwert verwendet werden. Vorwiegend waren die Münzen rund, später gab es jedoch auch achteckige Sesterze mit abgerundeten Ecken.

Einstellung der Sesterz-Ausgabe

Auf Grund von Inflation und sinkendem Materialwert wurde die Produktion der Sesterze im Jahre 264 n. Chr. eingestellt. Zwischen 268 und 284 wurden noch einige, dem Sesterzen gleichgestellte Münzen hergestellt, bei denen es sich jedoch wahrscheinlich um Sonderprägungen und nicht um Zahlungsmittel handelte. Von diesen Münzen, die unter Kaiser Aurelianus herausgegeben wurden, werden heute noch einige Exemplare für Sammler im Handel angeboten.

Der Wert eines Sesterzes im antiken Rom

Das antike Rom führte bereits genau Buch über seine Ausgaben. Deshalb lässt sich der einstige Wert der Sesterze noch heute ermessen. Im Rom unter Kaiser Augustus kostete eine Hauptmahlzeit einen halben Sesterz, genauso viel mussten die Bürger für einen knappen halben Liter Wein bezahlen. Ein Sklave war mindestens 2.000 Sesterze wert.

Alle Werte, welche die antike Literatur zum Beispiel für Senatorengehälter oder Bauwerke nennt, wurden in Sesterzen angegeben.

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