Silber Legierungen

Silber ist neben Gold und Platin das wichtigste Schmuckmetall. Rund 23.000 Tonnen von diesem Material werden jedes Jahr gefördert und weiterverarbeitet. Doch eigentlich ist es ein relativ schlecht geeignetes Material für Uhren und Ringe, die einer täglichen Belastung ausgesetzt sind. Der Grund liegt in seiner leichten Verformbarkeit und der geringen Härte.

Vorteil von Legierungen

Deswegen werden die meisten Schmuckstücke aus Legierungen hergestellt, die einen unterschiedlichen Silberanteil besitzen. Durch die Verbindung mit anderen Stoffen wird die Härte des Stoffs erhöht, wodurch es besser für verschiedene Anwendungsgebiete geeignet ist. Jedoch werden tatsächlich nur sehr wenige Legierungen mit Silber verwendet. Beispielsweise verbinden Gold-Silber-Legierungen die negative Eigenschaft beider Grundstoffe, die geringe Festigkeit, und ergeben einen Farbton, der nicht für die Schmuckindustrie geeignet ist. Andere Begriffe enthalten zwar das Wort Silber, bestehen jedoch aus günstigeren Materialien, so auch Neusilber, Nickelsilber oder Tibetsilber.

Sterlingsilber für Schmuck

Der heutige Schmuck besteht überwiegend aus Sterlingsilber. Es handelt sich dabei um eine Verbindung mit Kupfer. Gebräuchlich ist auch der Ausdruck 925er Silber. Diese Legierungen aus 92,5% Silber und 7,5 % Kupfer. Als Alternative gibt es noch das hochwertige 935er, das 900er, 825er bzw. 800er. Der Silberanteil ist bei den Letzten entsprechend niedriger und außer Kupfer kann auch Nickel verwendet werden. Das 825er wurde auch für verschiedene Währungen genutzt, so wurden die 1, 2 und ½ Schweizer Franken, sowie die italienischen 5 und 10 Lire Stücken von 1926 bis 1941 aus diesem Material hergestellt. Es läuft jedoch im Gegensatz zum 925er relativ schnell an und wird nur noch selten für Schmuck verwendet.

Palladium-Silber-Legierungen in der Zahntechnik

Auch in der Zahnmedizin werden Silberlegierungen genutzt. Schon seit den 1930er Jahren werden Palladium-Silber oder Palladium-Gold-Legierung für den Zahnersatz genutzt. Die Silberlegierung wird in etwa der Hälfte aller Fälle verwendet, jedoch ist der Edelmetallanteil mit 20 bis 30 Prozent relativ gering. Der Vorteil dieser Kombination ist, dass der Ersatz nicht anlaufanfällig ist.

Tulasilber eine historische Legierung

Eine in der Vergangenheit genutzte Legierung ist das Tulasilber. Es besteht neben Silber zusätzlich aus Kupfer, Blei und Schwefel. Dieses Gemisch ergibt eine schwarze Masse, die für die Verzierung von verschiedenen Kunsthandwerkern genutzt wurde. Meist wurde das ausgehärtete Material vergoldet und danach als Vermeil bezeichnet.

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