Spanische Blume

Die meisten Menschen in Europa wissen nicht, dass sie fast tagtäglich eine spanische Blume in die Hand bekommen.

Als die Europäische Union den Euro als Währung einführte, legte sie für die Münze im Wert von zwanzig Eurocent als Prägeform die spanische Blume fest. Die Münze ist mit sieben gleichmäßig verteilten Einkerbungen versehen. Diese Einkerbungen lassen Numismatiker nicht als rund gelten.

Ihre Bezeichnung spanische Blume erhielt die Münzen von ihrem Vorbild, dem spanischen Fünfzig-Peseten-Stück. Die besondere Prägeform wurde in Spanien eingeführt, um Menschen mit Sehbehinderung oder Blindheit den Umgang mit jeder Münze zu erleichtern. Seit 1991 und bis zur Einführung des Euro-Bargelds 2001 war die originale spanische Blume im Umlauf.

Doppelte Stempeldrehung

Durch ihre einzigartige Form hat die siebeneckige Münze oft eine leichte "Verdrehung" des Prägebildes. Da der Prägestempel den Umrissverlauf und die Einkerbungen auch in seiner Gravur trägt, entstehen durch kleinste Stempeldrehungen Ungleichheiten im Deckungsbild. Dieses Merkmal kann den Sammlerwert der Münze beeinflussen, insbesondere bei Prägeorten und Jahren mit geringen Auflagen.

Neben der Stempeldrehung gegenüber den Einkerbungen kommt als zweites Merkmal bei der Prägung die generelle Stempeldrehung zwischen Vorder- und Rückseite hinzu. Sie kann durch die sieben Einkerbungen einfach und gradgenau bestimmt werden. Daher hat die siebeneckig geformte Rundung für Sammler ein spezifisches Merkmal mehr.

Einzelstücke, die im Gesamtprägeaufkommen selten sind und zusätzlich eine bis drei abweichende Stempeldrehungen aufweisen, können hohe Sammelwerte entwickeln. In Zukunft könnten stempelgedrehte Zwanzig Eurocent-Münzen zu den seltensten Exemplaren der gesamten Euromünzpalette werden.

Spanische Blumen in weiteren Währungen

Außer bei der Zwanzig Eurocent-Münze wird die spanische Blume bei zwei anderen Währungen als Prägeform eingesetzt. In Neuseeland sind die Münzen zu zwanzig Dollarcent siebeneckig und in Aserbaidschan die Stücke zu zehn Gepik.

Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass 2006 der Designer der Eurobanknoten die Gestaltung der Münzen in Aserbaidschan übernahm. Das junge Prägealter hat noch keinen Sammlermarkt entstehen lassen. Ähnlich verhält es sich bei der neuseeländischen spanischen Blume, die im Juli 2006 eingeführt wurde.

Seit 2012 bringt auch Malaysia ein Zahlungsmittel als spanische Blume in Umlauf. Die fünfzig Sen-Münze, ein halber Ringgit, nimmt das Thema Blumen auch im Prägebild mit auf.

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