Weißgold und Graugold

Weißgold und Graugold bezeichnen Goldlegierungen, denen mit metallischen Legierungspartnern wie Silber, Platinmetallen und früher auch sehr häufig Nickel die goldene Farbe entzogen wurde. Weil Nickel aber sehr häufig allergische Reaktionen hervorrief, wird es heutzutage kaum noch in der Schmuckproduktion verwendet. Aus Weißgold und Graugold werden genau wie aus reinem Gold Schmuckstücke wie Ringe, Ketten, Anhänger oder Ähnliches gefertigt. Je nach Legierung haben sie ein hellweißes bis silbernes Erscheinungsbild, können aber auch eine Farbtendenz ins Gräuliche haben. Auf den ersten Blick werden Produkte aus Weiß- oder Graugold oft mit Silber verwechselt. Ferner gibt es aber auch leicht gelbliche oder bläuliche Legierungen. Schmuckstücke oder andere Gegenstände aus Weißgold und Graugold haben einen etwas geringeren Wert als Produkte aus reinem Gold, auch wenn sie nachträglich bearbeitet wurden. Findet eine Legierung statt, dann entsteht ein vollständig homogener Stoff. Das heißt, dass die weiße oder graue Farbe nicht oberflächlich auf dem Gegenstand aus Gold sitzt, sondern sich vollständig mit diesem verbindet. Auch wenn dieser zerkratzt oder zersägt wird, erhält man ausschließlich "weißes" oder "graues" Gold. Nicht selten allerdings werden Weiß- oder Graugoldartikel zusätzlich mit einer Schicht Rhodium überzogen. Im Fachjargon spricht man hier vom Rhodinieren. Rhodium, ein Platin-Nebenmetall, ist sehr abrieb- und kratzfest und ist zudem sehr beständig gegen Korrosion. Zudem hilft Rhodium, einen noch helleren Effekt zu erzielen.

Erste Legierungen in den 1920er-Jahren

Hergestellt wurden die ersten Weißgold- oder Graugoldlegierungen in den 1920er-Jahren und verdrängten ziemlich schnell Schmuckstücke aus dem schweren Platin oder aus Palladium, das zwar sehr gute Materialeigenschaften für die Herstellung von Schmuck aufwies, sich aber nicht auf dem Markt durchsetzen konnte. Über die Jahre hinweg haben Produzenten von Legierungen immer wieder versucht, neue Kreationen von Weißgold zu schaffen, und so beispielsweise Chrom, Cobalt oder Mangan-Germanium mit dem Gold vermischt. Großartig durchsetzen konnten sich diese Produkte aber nie, und so bestehen heutzutage Weißgold- oder Graugold-Artikel im Wesentlichen aus Gold und Silber oder aus Gold und einem Platinmetall. Parallel mit dem steigenden Goldpreis in den letzten Jahren sind auch die Preise für Weißgold und Graugold angezogen.

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