Weniger bekannte Materialien

Die ersten Münzen überhaupt wurden zwischen 650 und 600 vor Christus als Zahlungsmittel herausgegeben. Es handelte sich dabei um bildlose Brocken aus Elektron. Ab dem 6. Jahrhundert vor Christus kam erstmals die bildliche Darstellung auf, die im Laufe der Zeit annäherungsweise dem heutigen Münzbild entsprachen. Bei Elektron handelt es sich um eine natürlich vorkommende Gold-Silber-Legierung. Mit Beginn der Münzprägung wurde Gold für die Münzprägung verwendet.

Nicht alle Metalle sind für Münzprägung tauglich

Für die Herstellung von Münzen wurden in der Antike überwiegend Legierungen und Metalle aus den Materialien Surichalkum, Messing, Potin, Bronze, Kupfer, Billon, Silber, Elektron und Gold verwendet. Mit Beginn des Mittelalters bis 1850 war in Deutschland nur noch Kupfer, Gold und Silber inklusive möglicher Legierungen für die Münzprägung erlaubt. Aufgrund der Färbung waren Messing und Bronze für Rechenpfennige und Spielmarken gesetzlich vorgeschrieben. Ab den sechziger Jahren im 19. Jahrhundert fanden immer öfter andere Metalle wie Chromstahl, Aluminium, Zink, Nickel oder Eisen Anwendung. Zu jener Zeit kam auch das nordische Gold mit einer neuen und besonderen Legierung, die auch ästhetischen Gesichtspunkten genügte, erstmals zur Anwendung. Die reinen Metalle, insbesondere Aluminium, Kupfer, Silber und Gold, werden und wurden fast immer aus Gründen der Abriebfestigkeit mit anderen Metallen legiert. Dabei spielte die natürlich vorkommende Legierung Elektron, eine Legierung aus Silber und Gold, eine besondere Rolle. Es kam bei den ältesten antiken Münzen zur Anwendung und wurde damals als eigenständiges Metall betrachtet. Wegen der hohen Verfügbarkeit und seiner antibakteriellen Wirkung war insbesondere Kupfer ein wesentlicher Bestandteil der Münzlegierungen damals und heute. Kupfernickel ist die heute gebräuchlichste Münzlegierung. Blei, Zinn und Zink haben sich für die Münzprägung als untauglich erwiesen.

Andere Materialien fanden nur selten Anwendung

Münzen aus Porzellan und Keramik wurden ab dem Ende des 18. Jahrhunderts in Siam anstelle von Metallgeld verwendet. Gelegentlich wurden auch Lederstücke als Notgeld-Wertmarken angewendet. Zu jeder Zeit wurde auch Schmuck als Währung gehandelt, da Schmuck aufgrund des relativ leicht zu bestimmenden Gold- oder Silbergehaltes gut in Münzeinheiten umzurechnen war.

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