DM

Von 1948 bis 1998 war die Deutsche Mark (Abkürzung: DM) das Buchgeld der Bundesrepublik Deutschland. Bis 2001 war sie als Bargeld im Umlauf, bevor sie vom Euro abgelöst wurde. Im englischsprachigen Raum wurde sie als Deutschmark bezeichnet, die Abkürzung im internationalen Bankenverkehr war DEM.

Eine Mark macht ihren Weg

Im Rahmen der Währungsreform wurde die D-Mark am 21. Juni 1948 als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt und löste damit die Reichsmark ab. Mit dem 1. Juli 1990 ersetzte sie auch die Mark der DDR. Ihr eigenes Ende fand die Deutsche Mark am 1. Januar 1999 (Buchgeld) bzw. am 1. Januar 2002 (Bargeld), als sie vom Euro ersetzt wurde. Die Deutsche Mark entsprach einhundert Pfennig. Als "Vater der D-Mark" gilt der amerikanische Offizier Edward A. Tenenbaum, ein Yale-Absolvent für deutsche Wirtschaftsgeschichte, der auch einer der führenden Köpfe bei der Vorbereitung der Währungsreform von 1948 war.

Ein inflationärer Start

Nach dem Krieg fehlte der Reichsmark die volkswirtschaftliche Deckung, aber auch das Vertrauen der Bevölkerung. Im Jahr 1957 übernahm die neu gegründete Bundesbank die Ausgabe der deutschen Währung. Das Bundesbankgesetz verlieh ihr die Hoheit über die Banknoten sowie die Bestimmung der Umlaufmenge (Notenprivileg). Während ihrer Umlaufzeit galt die Deutsche Mark auf Grund ihrer vergleichsweise hohen Binnenkaufkraft international als "harte Währung".

Der Euro übernimmt das Ruder

Mit der Errichtung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion löste die gemeinsame Währung, der Euro, die Deutsche Mark ab. Für einen Euro war ein festgesetzter Umrechnungskurs von 1,95583 DM zu zahlen. Seit dem 1. Januar 2002 sind die DM-Münzen und -Banknoten nicht mehr gesetzliches Zahlungsmittel, können jedoch bei der Bundesbank und ihren Niederlassungen zeitlich unbegrenzt und ohne Gebühren in Euro getauscht werden. Sie gelten damit weiterhin als offizielles Zahlungsmittel.

Stückelungen der Deutschen Mark

Münzen von 1, 2, 5, und 10 Pfennig bestanden aus Eisen, dünn mit Kupfer bzw. Messing plattiert. Münzen zu 50 Pfennig, 1, 2 und 5 D-Mark bestanden aus einer Kupfer-Nickel-Legierung. 1972 (Sommerspiele) und ab 1987 erschienen 10-D-Mark-Gedenkmünzen. Zunächst war die im Rahmen der Währungsreform gegründete Bank deutscher Länder für die Herausgabe von Münzen und Banknoten befugt, weshalb die ausgegebenen Münzen die Aufschrift "Bank deutscher Länder" trugen. Als Mitte 1950 das Münzregal auf den Bund überging, lautete die Umschrift "Bundesrepublik Deutschland". Die erste der vier offiziell herausgegebenen Banknotenserien erinnerte stark an den US-Dollar. Mit der zweiten Serie erschienen Motive aus der Mythologie, bei der dritten Serie (gestaltet von Herman Eidenbenz) dominierten ebenfalls Kopfbildnisse, wie auch bei der letzten und vierten Serie (1990), die von Reinhold Gerstetter entworfen wurde.

Immer zuerst informiert!

Der BTN-Newsletter - damit Sie beim Thema Münzen immer auf dem neuesten Stand sind!

Sie haben Fragen, möchten Münzen bestellen oder eine Bestellung zurücksenden?
Wir rufen Sie zurück!


Sie möchten selber mit uns Kontakt aufnehmen?

  (0) 53 04/90 60 30
  (0) 53 04/90 60 33
 service@btn-muenzen.de

Ihr Service
NEWSLETTER