Entwertung Euro-Münzen

Im April 2011 wurde einer der größten Falschgeldskandale der Eurogeschichte bekannt. Das Besondere daran war, dass es sich dabei nicht um Papiergeld handelte, sondern um Euro-Münzen. Normalerweise werden Münzen einer Währung, die im Umlauf ist, sehr selten gefälscht. Der Materialwert und der technische Aufwand sind meistens zu hoch und der mögliche Gewinn zu niedrig. So wurden 2010 Münzen im Wert von nur 120.000 Euro gefälscht. Deswegen ist die Euromünzfälschung eine Ausnahme, denn dort handelt es sich um einen Schaden von 6 Millionen Euro. Doch die Betrüger bedienten sich eines einfachen Tricks. Wenn Euro-Münzen bestimmte Kriterien nicht mehr erfüllen, erfolgt die Entwertung dieser Münzen. Ein Verbrecherring hatte das entwertete Geld als Altmetall aufgekauft, in China wieder zusammensetzen lassen und zurück nach Deutschland geschmuggelt.

Ursachen für die Entwertung

Die Ursachen, die zur Entwertung der Euro-Münzen führen, sind im Kapitel III der Verordnung (EU) Nr. 1210/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Dezember 2010 festgelegt. Darin ist festgeschrieben, dass Münzen, die nicht mehr für den Geldumlauf geeignet sind, aussortiert werden müssen. Das sind Münzen, die durch Abnutzung oder durch mechanische Schäden nicht mehr verwendet werden können. Dies kann eine ungleichmäßige Form, Abrieb an der Münze oder Verformung sein. Privatpersonen und Firmen können diese ohne Gebühren umtauschen, wenn der Schaden nicht mutwillig herbeigeführt wurde. Diese erhalten nicht sofort Ersatz, sondern das Geld wird zur Ersatzleistungsprüfung an das Nationale Analysezentrum in Rheinland-Pfalz und dem Saarland weitergeleitet. Dort erfolgt die eigentliche Prüfung. Weiterhin ist die Bundesbank verpflichtet, 10% aller Münzen regelmäßig zu kontrollieren, dafür werden spezielle Maschinen eingesetzt. So wurden allein 2010 Münzen im Wert von 10.000.000 Euro entwertet. Für die Entwertung wurden von der Deutschen Bundesbank verschiedene Münzprägeanstalten beauftragt. Diese besitzen entsprechende Spezialmaschinen zur Entwertung der Euro-Münzen. Diese trennen zunächst den silbernen Ring von der goldenen Pille. Weiterhin wird das Metall verbogen und die Ränder abgeschliffen, um eine erneute Zusammensetzung zu erschweren. Der übriggebliebene Metallschrott wird danach bei Auktionen durch die bundesdeutsche Treuhandgesellschaft VEBEG GmbH weiterverkauft.

Immer zuerst informiert!

Der BTN-Newsletter - damit Sie beim Thema Münzen immer auf dem neuesten Stand sind!

Sie haben Fragen, möchten Münzen bestellen oder eine Bestellung zurücksenden?
Wir rufen Sie zurück!


Sie möchten selber mit uns Kontakt aufnehmen?

  (0) 53 04/90 60 30
  (0) 53 04/90 60 33
 service@btn-muenzen.de

Ihr Service
NEWSLETTER