Medaillen sammeln

Ein spannendes Gebiet der Numismatik

Neben dem großen Feld der Münzen hat die Welt der Numismatik deutlich mehr zu bieten. Auch vormünzliche Zahlungsmittel wie nicht-metallisches Naturalgeld oder Schmuckgeld fallen in diesen Bereich. Bei Sammlern besonders beliebt sind die numismatischen Teilgebiete Papiergeld – dazu zählen historische oder moderne Banknoten, Schecks, Aktien oder Obligationen – und Medaillen. Diese haben sich seit der Renaissance zu einer faszinierenden Kunstform entwickelt. Erfahren Sie hier mehr über diesen spannenden Teil der Numismatik.

Medaille oder Münze? Ein kleiner aber feiner Unterschied

Der wichtigste Unterschied zwischen Medaillen und Münzen ist der aufgeprägte Nennwert, das Nominal. Münzen werden ausschließlich mit einem bestimmten Nennwert geprägt, Medaillen nicht. Sie haben daher keinen Geldcharakter. Gesetzlich ist in der Medaillenverordnung des Bundesministeriums der Finanzen eindeutig festgeschrieben, welche Besonderheiten Münzen vorbehalten sind.

Medaillen sind Erinnerungsstücke, die erstmals in der Renaissance in Italien geprägt wurden. Sie zeichnen sich durch eine besonders kunstvolle Gestaltung aus. Zu einem bestimmten Anlass geprägt, sollen sie als „handliches Denkmal“ die Erinnerung wachhalten, Lust wecken, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und den oder die Betrachterin durch ihren schönen Anblick erfreuen.

Eine angesehene Kunstform

Im 15. Jahrhundert fertigte der italienische Künstler und Maler Antonio Pisano (1395 – ca. 1455) die ersten Kunstmedaillen. Die Qualität seiner Arbeiten gilt bis heute als Maßstab, der später nur noch selten erreicht wurde. Die Renaissance-Medaillen wurden in der Folge häufig von sehr kunstfertigen Goldschmieden oder seltener von Bildhauern geschaffen. Der erste bedeutende Medaillenkünstler aus Deutschland war Albrecht Dürer. Er fertigte kunstvolle Holzmodelle, die zum Guss von Medaillen verwendet wurden.

Während des Herstellungsprozesses modellierten die Künstler zunächst aufwendige Formen, meist aus Wachs. Dann wurden die Medaillen aus Bronze oder kostbaren Edelmetallen wie Gold und Silber gegossen. Daher haben viele Medaillen neben ihrem künstlerischen Wert auch einen nicht unerheblichen Materialwert.

Eine der wertvollsten deutschen Medaillen ist die sogenannte Generalsmedaille aus dem 19. Jahrhundert. Sie wurde zum Sieg über Frankreich im Ersten Weltkrieg 1870/71 geprägt und zeigt Kaiser Wilhelm I. auf der Vorderseite sowie die Germania zusammen mit der Sieges- und der Friedensgöttin auf der Rückseite. Nur 25 Exemplare wurden in Gold gefertigt. Auf einer Auktion erzielte ein Exemplar einen Preis von 60.000 Euro.

Eindrucksvolle Themenvielfalt

Die ersten Medaillen der Renaissance zeigten verschiedene wichtige Persönlichkeiten. Dabei handelte es sich meist um Herrscher oder reiche Kaufleute. Auch heute noch werden sie bedeutenden Ereignissen gewidmet oder zu bestimmten Anlässen meist in kleiner Auflage geprägt. Dazu zählen beispielsweise

  • Jubiläen von Institutionen,
  • als Auszeichnungen für besondere Leistungen zum Beispiel im Sport oder in der Wissenschaft
  • oder persönliche Ereignisse von Monarchen wie Hochzeiten.

Sammler haben hier also viele Möglichkeiten, eindrucksvolle Sammlungen aufzubauen. Es müssen aber nicht immer umfangreiche Themengebiete sein. Insbesondere bei Medaillen gibt es abgeschlossene Serien zu einem Ereignis oder Thema, die sich leicht vervollständigen lassen.

Ein weiterer Vorteil von Medaillen ist, dass die Gestaltung ihrer Themen vielfältiger ist als die von Münzen, da es hier weniger Beschränkungen der jährlich erscheinenden Ausgaben gibt. Ob Sie sich also für Medaillen zu einem bestimmten Thema, einem Land oder einer Zeitepoche entscheiden – Ihrer Sammelleidenschaft werden keine Grenzen gesetzt.

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