Estland

Estland wurde am 1. Januar 2011 das 17. Mitglied der Euro-Zone. Ursprünglich war der Beitritt im Jahr 2007 geplant. Da die Maastricht-Kriterien zu diesem Zeitpunkt nicht erfüllt wurden, konnte dieser Termin nicht eingehalten werden. 2009 gab es erneut eine Absage der EU-Kommission, weshalb die Euro-Einführung erst 2011 erfolgte. Mit einer Auflage von 600.000 Stück wurden die ersten Starter-Kits mit einem Wert von 12,79 Euro (42 Münzen) am 1. Dezember 2010 der Bevölkerung ausgehändigt.

Die demokratische Wahl der Bildseite

Bereits mit Ende 2005 entschied sich Estland für die lizenzierte Prägestätte Suomen Rahapaja. Für die Prägung der landeseigenen Euro-Münzen stand neben einer österreichischen, englischen und französischen Prägestätte auch eine deutsche Münzstätte (Münzen Baden-Württemberg) zur Auswahl. Die Produktion von 100 Millionen Münzen begann Mitte 2010. Die Optik der Vorderseite (Nennwert) entspricht dem Design aller anderen Mitgliedsländer. Demokratisch zeigte sich die Wahl der Bildseite. So hatte die Bevölkerung Estlands vom 4. bis 11. Dezember 2004 Zeit, sich per Telefonabstimmung für eines der 10 veröffentlichten Motive zu entscheiden. Mehr als 27 Prozent stimmten als Mitglied der Euro-Zone für die geografische Kartendarstellung Estlands.

Münzmotiv - der Kartenumriss, der für Aufregung sorgte

Das von Lembit Lõhmus entworfene Design sorgte zu Beginn für Aufregung. Russische Medien berichteten, dass der Kartenumriss von Estland auch Teile Russlands beinhalten würde. Eine Angabe, die nicht den Tatsachen entsprach und auf die langjährigen Streitigkeiten der Landesgrenzen beider Länder zurückzuführen ist. Das Motiv mit den 12 Sternen der EU am Rand, den sich im Zentrum befindenden Umriss des Landes sowie das Prägejahr und der Innschrift EESTI für Estland ziert alle estnischen Euro-Münzen.

Estnische Gedenk- und Sammlermünzen

Seit der Einführung des Euros ist eine estnische Gedenkmünze (10 Jahre Euro-Bargeld 2012) im Umlauf. Eine andere Sammlermünze findet sich mit der am 24. Juli 2012 ausgegebenen 12 Euro Silbermünze (Auflage: 7.500 Stück) anlässlich der Olympischen Spiele in London. Die Silbermünze "Estlands Zukunft" mit einer Reinheit von 99,9 Prozent und einem Nennwert von 10 Euro (Auflage: 30.000 Stück) sowie "Estlands Beitritt" mit einem Nennwert von 20 Euro aus Silber und einer Feinheit von 99,9 Prozent (Auflage: 10.000 Stück) vervollständigen die am Markt erhältlichen Sammlermünzen. Beide wurden am 24. Januar 2011 ausgegeben.

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