Deutsche Prägezeichen: B

In Deutschland gab es immer schon verschiedene Münzprägeanstalten, was vermutlich der Tatsache zugrunde liegt, dass das Land lange Zeit aus Kleinstaaten mit eigener Münzhoheit bestand. Die verschiedenen Prägezeichen auf den Münzen geben daher Auskunft darüber, wo und auch in welcher Stückzahl die Münzen geprägt wurden, was für Sammler natürlich von Bedeutung ist.

Das Prägezeichen B

Das Prägezeichen B wird seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland nicht mehr verwendet. Es gehörte ursprünglich zu den Prägeanstalten des Königreichs Preußen: Von 1750 - 1768 sowie späterhin von 1799 - 1803 wurden hier königlich preußische Münzen in Breslau geprägt, was dem heutigen Polen angehört.

Im Jahr 1813 wurde, offenbar nach dem Krieg gegen Napoleon, für ein Jahr lang eine Prägeanstalt in Glatz betrieben, welche das "B" verwendete. Auch diese Stadt war damals preußisch und ist heute eine polnische Stadt.

In der Zeit der deutschen Einigungskriege entstand in Hannover, nunmehr ebenfalls zu dem immer größer werdenden Preußen gehörend, eine neue Prägeanstalt, welche das B verwendete. Sie prägte Münzen in den Jahren zwischen 1866 (Beginn des Krieges zwischen Preußen und Österreich) und 1878.

Die Gründung des Kaiserreiches und die damit verbundene Zentralisierung machten verschiedene Dinge hinfällig, so dass die Prägung verschwand.

Eine dunkle Wiederauferstehung erlebte das Prägezeichen B im Jahr 1938: Nach dem "Anschluss" Österreichs wurde die Münzprägeanstalt zu Wien von den Deutschen übernommen und ins Reich eingegliedert. Bis in das Jahr 1944 wurden hier Münzen mit dem berüchtigten Adler geprägt, ehe das Kriegsende den Prägearbeiten ein Ende bereitete.

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