Mittelalter

Die Entwicklung des Münzgelds hatte bereits einen Zeitraum von gut 3.000 Jahren hinter sich gebracht, bis es im Mittelalter zu seinem Höhepunkt gebracht wurde. In keinem anderen Zeitabschnitt der Geschichte gab es so eine Vielfalt an Münzen wie im Mittelalter, doch bevor dies geschah, verringerte sich die Zahl der Münzen erst einmal.

Vom Abstieg der Münzen bis zum Beginn der Blütezeit

Die Zeit von der Spätantike bis zum frühen Mittelalter war für Münzen keine gute Zeit. Die Zahl der im Umlauf befindlichen Münzen wurde geringer und der Tauschhandel erlebte eine neue Blüte. Bei aufwendigeren Geschäften kamen nur noch Metalle zur Anwendung, bei denen man sich nicht einmal die Mühe machte, sie zu prägen.

Allgemein wurde im damaligen Germanien die Hoheit über die Münzprägung der byzantinischen Herrscher anerkannt und die Prägungen einfach nachgemacht.

Dies änderte sich erst mit Karl dem Großen, der 792 eine Münzreform durchführte, bei der man eine einheitliche Silberwährung einführte, nämlich den Schilling. Außerdem entstand mit dem Denar eine neue Münze, aus der sich im Verlauf der Pfennig entwickeln sollte.

Die Grundlage für die Ausgangsüberlegung, die Münzen nur noch in Silber zu prägen, war, dass das Metall im Gebiet des Heiligen Römischen Reiches häufig zu finden war, während man Gold erst durch Handel erwerben musste. Die Münzhoheit oblag zu Beginn ausschließlich bei dem Kaiser, allerdings wurde das Privileg, Münzen zu prägen, erst geistlichen und später auch weltlichen Würdenträgern verliehen, wodurch es zu einer nie gekannten Vielfalt an Motiven kam.

Das europäische Münzwesen entwickelt sich   

Mit der goldenen Bulle von 1356 wurde das Münzregal eingeführt, mit der man das Recht, eigene Münzen zu prägen, an die deutschen Kurfürsten übertrug.

Im Jahre 1340 wurde in Lübeck der erste Golddukat geprägt. Vorher waren Münzen aus Gold im Römischen Reich nur selten vertreten, weshalb diese heute einen hohen Sammlerwert besitzen. Die Dukaten entstanden 1284 in Venedig und dank des wirtschaftlichen Aufschwungs verbreiteten sich diese Münzen schnell über das gesamte Reich.

Die Vielfalt der vorhandenen Münzen reichte bis 1871, als eine neuerliche Münzreform die Währung für das gesamte deutsche Reich auf eine gemeinsame Basis hin vereinfachte.

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