Messung der Inflation

Als wichtigster Indikator für die Stabilität von Preisen wird die Inflationsrate angesehen. Dabei wird unter Inflation die Verteuerung der unterschiedlichen in einer Volkswirtschaft angebotenen Güter verstanden. Das bedeutet, dass im Vergleich mit einem Zeitpunkt in der Vergangenheit sich diese Preise erhöht haben und damit die Kaufkraft der Geldwerte sich verringert hat. Für die gleiche Menge eines bestimmten Gutes oder die gleiche Zusammensetzung mehrerer verschiedenartiger Güter müssen also mehr Geldeinheiten bezahlt werden als in der Vergangenheit. Die Messung der Inflation wird durch den Vergleich der Güterpreise zu unterschiedlichen Zeitpunkten erreicht.

Die Messung der Inflation durch Vergleich identischer Warenkörbe

Um eine Veränderung im Preisniveau und damit der Inflationsrate feststellen zu können, werden identische Warenkörbe zusammengestellt und die Preise dieser Warenkörbe zu einem bestimmten Zeitpunkt miteinander verglichen. So kann die Inflationsrate zum Beispiel für den durchschnittlichen Konsum von privaten Haushalten anhand von repräsentativen Warenkörben von einem Monat zum nächsten Monat, in einem Jahresquartal oder jährlich bestimmt werden. Zur Messung der Inflation wird in diesem Fall der sogenannte Verbraucherpreisindex herangezogen, d.h. der repräsentative Warenkorb besteht eben aus den typischen Gütern, die in privaten Haushalten konsumiert werden. Aber auch die Messung anderer Warenkörbe ist möglich, wie zum Beispiel der Importpreisindex.

Der BIP-Deflator - Instrument zur Messung der Preisveränderung aller Güter

Der BIP-Deflator misst die Veränderung des Preisniveaus und damit die Inflationsrate ebenfalls. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist der Wert aller in einer Volkswirtschaft produzierten Güter und Dienstleistungen in einer bestimmten Periode z. B. alle hergestellten und verkauften Güter innerhalb eines Jahres. Dieses Bruttoinlandsprodukt kann in realen oder in nominalen Werten gemessen werden. Das in realen Werten gemessene BIP wird auch als preisbereinigtes BIP bezeichnet. Zur Messung der Inflation wird das nominale BIP durch das reale BIP dividiert. Die Rate der Veränderung bei einem Vergleich zeigt dann die Inflationsrate an. Da dieser BIP-Deflator die Veränderungen der Preise aller Güter einer Volkswirtschaft misst und sich nicht "nur" an repräsentativ zusammengestellten Warenkörben orientiert, wird er in vielen Fällen bei wissenschaftlichen Darstellungen bevorzugt angewendet. Eine Verringerung der Preise von einem Zeitpunkt zu einem anderen wird als Deflation bezeichnet. Bei Vergleichen in kurzfristigen Zeiträumen ist die Verringerung des Preisniveaus nicht ungewöhnlich. Über langfristige Zeiträume jedoch ist das Steigen des allgemeinen Preisniveaus üblich und eine Inflationsrate mit einem Anstieg von 2- 3 % im Jahr wird als ein "normales" Anstiegsniveau angesehen.

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