Deutsche Münzen

Als deutsche Münzen werden alle Münzen bezeichnet, die in deutschen Münzprägeanstalten gefertigt wurden. Dabei kann es sich sowohl um Umlaufmünzen als auch um Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland handeln. Damit ist auch jede Euro-Münze, die in Deutschland geprägt wurde, eine deutsche Münze.

Deutsche Münzen sind ein sehr umfangreiches Gebiet. Dies liegt vor allem an den Jahren vor 1871. Damals bestand das Land aus vielen kleinen Einzelstaaten, die alle nur lose im Heiligen Römischen Reich deutscher Nationen zusammengefasst waren. Jeder dieser Staaten hatte dabei das Recht, eigene Münzen zu prägen. Dies macht das Sammelgebiet der deutschen Münzen vor 1871 zu einem der komplexesten.

Geschichte der deutschen Münzen

In Deutschland gibt es bereits seit dem Mittelalter Münzen. Damals gab es aber keine großen, einheitlichen Währungsgebiete, sodass viele unterschiedliche Münzsysteme im Umlauf waren. Entsprechend individuell war auch der Wert der jeweiligen deutschen Münze. Das änderte sich 1871 mit dem Beginn des Deutschen Kaiserreichs. Zu dieser Zeit gab es die Goldmark, die Silbermark und den Pfennig – heutzutage allesamt alte deutsche Münzen. 1923 mit Beginn der Weimarer Republik begann auch ein neues Münzsystem, das aus Reichsmark, Reichspfennig und Rentenpfennig bestand. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus benutzte man die mittlerweile alte Reichsmark und Reichspfennig. 1948 wurde die Deutsche Mark eingeführt, die bis 2002 das Zahlungsmittel der Bundesrepublik Deutschland blieb. In der DDR gab es hingegen ein eigenes Währungssystem.

Die Deutschen Münzen im Kaiserreich

Nachdem Bismarck 1871 Deutschland vereinigt und das Kaiserreich geschaffen hatte, wurden auch die Münzen in Deutschland teilweise vereinheitlicht. Münzen bis zu einem Wert von einer Mark hat man in einem einheitlichen Bild herausgegeben. Die 2-Mark-Münzen konnten die einzelnen Länder jeweils selbst ausgeben. Die Rückseite wurde dabei identisch gestaltet, während die Vorderseite sich je nach Land unterscheiden konnte. Im Ersten Weltkrieg waren Edelmetalle dann Mangelware, sodass die Münzen nur noch aus minderwertigen Metallen wie Zink und Eisen geprägt wurden.

Die Weimarer Republik und das dritte Reich

Die Nutzung von minderwertigen Metallen zur Münzprägung wurde auch zu Beginn der Weimarer Republik weiter praktiziert. Mit der einsetzenden Inflation 1923 verzichtete man dann zum großen Teil auf Münzen im normalen Geldumlauf. In der Regel griff man auf Papiergeld zurück, da dieses schneller verändert werden konnte. Trotzdem wurden auch während der Inflation Aluminiummünzen geprägt. Es gab 200-Mark-Stücke und 500-Mark-Stücke. Auf Grund des Aluminiums hält sich der Sammlerwert jedoch in Grenzen. Erst mit dem Ende der Inflation 1924 gab es wieder Münzen aus Edelmetall und auch Sonderausgaben wurden geprägt. Im Dritten Reich änderte sich nichts an dieser Praxis, einzig auf Sonderprägungen wurde ab dem Jahr 1936 verzichtet. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges kam es erneut zu einem Mangel an Edelmetallen. Ab 1940 nutze man Aluminium und Eisen für die Münzprägung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach Ende des Krieges wurden erst einmal die bisherigen Münzen weiter genutzt. Bei Neuprägungen kam es jedoch zu einer Entfernung des Hakenkreuzes. Ab 1948 gaben sowohl die BRD als auch die DDR eigene Münzen aus. Die Mark der DDR war bis zur Wende 1989 offizielles Zahlungsmittel, die Deutsche Mark der BRD (z.B. 5 D-Mark) wurde bis zum Ende des Jahres 2001 genutzt. Seit 2002 gibt es keine neuen deutschen Münzen der D-Mark mehr. Es werden jedoch landespezifische Euro-Münzen und Euro-Sondermünzen geprägt.

Der Euro als deutsche Münze

Seit 2002 gibt es in Deutschland nur noch Euro-Münzen. Auf der Vorderseite sehen sie genauso aus wie alle anderen Euro-Münzen und auch der Wert der jeweiligen Münze ist identisch mit dem der anderen Länder. Auf der Rückseite lässt sich jedoch die deutsche Herkunft erkennen. Unterschiedliche, typisch deutsche, Abbildungen sorgen dafür. So sind zum Beispiel die kleinen Cent-Stücke mit Eichenlaub versehen und erinnern an den Pfennig, der ein ähnliches Motiv hatte. Auf den 10- bis 50-Cent-Münzen befindet sich das Brandenburger Tor. Die Ein- und Zwei-Euro-Münzen haben einen Bundesadler auf der Rückseite. Anhand von Buchstaben lässt sich erkennen, aus welcher der fünf Prägeanstalten eine deutsche Münze stammt. Ein großes A steht zum Beispiel für Berlin. Die jeweiligen Prägestätten spielen beim Wert der deutschen Münzen häufig eine Rolle, da es bevorzugte Prägestätten gibt. Nachdem es bis 2015 die 10-Euro-Gedenkmünzen gab, wurden diese 2016 durch die 20-Euro-Münzen aus Silber abgelöst. Auch 2017 und 2018 gibt es fortlaufend 20 Euro-Gedenkmünzen.

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