Deutsche Münzen

Deutsche Münzen sind ein sehr umfangreiches Gebiet. Dies liegt vor allem an den Jahren vor 1871. Damals bestand das Land aus vielen kleinen Einzelstaaten, die alle nur lose im Heiligen Römischen Reich deutscher Nationen zusammengefasst waren. Jeder dieser Staaten hatte dabei das Recht, eigene Münzen zu prägen. Dies macht das Sammelgebiet der deutschen Münzen vor 1871 zu einem der komplexesten.

Die Deutschen Münzen im Kaiserreich

Nachdem Bismarck 1871 Deutschland vereinigt und das Kaiserreich geschaffen hatte, wurden auch die Münzen in Deutschland teilweise vereinheitlicht. Münzen bis zu einem Wert von einer Mark hat man in einem einheitlichen Bild herausgegeben. Die 2-Mark-Münzen konnten die einzelnen Länder jeweils selbst ausgeben. Die Rückseite wurde dabei identisch gestaltet, während die Vorderseite sich je nach Land unterscheiden konnte. Im Ersten Weltkrieg waren Edelmetalle dann Mangelware, sodass die Münzen nur noch aus minderwertigen Metallen wie Zink und Eisen geprägt wurden.

Die Weimarer Republik und das dritte Reich

Die Nutzung von minderwertigen Metallen zur Münzprägung wurde auch zu Beginn der Weimarer Republik weiter praktiziert. Mit der einsetzenden Inflation 1923 verzichtete man dann zum großen Teil auf Münzen im normalen Geldumlauf. In der Regel griff man auf Papiergeld zurück, da dieses schneller verändert werden konnte. Trotzdem wurden auch während der Inflation Aluminiummünzen geprägt. Es gab 200-Mark-Stücke und 500-Mark-Stücke. Auf Grund des Aluminiums hält sich der Sammlerwert jedoch in Grenzen. Erst mit dem Ende der Inflation 1924 gab es wieder Münzen aus Edelmetall und auch Sonderausgaben wurden geprägt. Im Dritten Reich änderte sich nichts an dieser Praxis, einzig auf Sonderprägungen wurde ab dem Jahr 1936 verzichtet. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges kam es erneut zu einem Mangel an Edelmetallen. Ab 1940 nutze man Aluminium und Eisen für die Münzprägung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

Nach Ende des Krieges wurden erst einmal die bisherigen Münzen weiter genutzt. Bei Neuprägungen kam es jedoch zu einer Entfernung des Hakenkreuzes. Ab 1948 gaben sowohl die BRD als auch die DDR eigene Münzen aus. Die Mark der DDR war bis zur Wende 1989 offizielles Zahlungsmittel, die Deutsche Mark der BRD wurde bis zum Ende des Jahres 2001 genutzt. Seit 2002 gibt es keine neuen deutschen Münzen der D-Mark mehr. Es werden jedoch landespezifische Euro-Münzen und Euro-Sondermünzen geprägt.

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