Kurs (Börse)

Als Börsenkurs wird der Preis bezeichnet, der an einer Börse für ein Finanzinstrument oder ein anderes an der Börse gehandeltes fungibles Wirtschaftsgut festgestellt wurde. Bei Wertpapieren wird je nach Art des Wertpapiers auch vom Aktienkurs, Anleihekurs o. ä. gesprochen. Der Kurs für ein an der Börse gehandeltes Wirtschaftsgut wird anhand von Angebot und Nachfrage nach diesem Gut ermittelt. Die Feststellung der Kurse ist Sache der damit beauftragten Börsenmakler, die auch als Kursmakler bezeichnet werden. Diese nehmen zunächst sämtliche Order (Kauf- beziehungsweise Verkaufsaufträge) für das betreffende Wirtschaftsgut entgegen und berechnen auf dieser Basis, zu welchem Preis möglichst viele der vorliegenden Aufträge ausgeführt werden können, sodass der größtmögliche Umsatz erreicht wird.

Nicht zu verwechseln: Kurs und Nominalwert

Bei Wertpapieren ist zu beachten, dass der Kurs nicht mit dem Nominalwert (Nennwert) einer Aktie oder einer Anleihe zu verwechseln ist, sondern von diesem erheblich abweichen kann. So wird der Nennwert einer Aktie beispielsweise vor der Emission festgelegt und bezieht sich auf den durch diese Aktie verbrieften Anteil am eingetragenen Kapital der Aktiengesellschaft. Der Aktienkurs hingegen bildet sich erst mit der Notierung der Aktie an der Börse. Der an der Börse ermittelte Kurs liegt stets zwischen dem Geld- und dem Briefkurs. Dabei ist der Geldkurs der maximale Preis, zu dem Käufer zum Erwerb des betreffenden Gutes bereit sind, während der Briefkurs der minimale Preis ist, zu dem Verkäufer sich noch bereitfinden, dieses Gut abzugeben. Der Unterschied zwischen Geldkurs und Briefkurs wird als Spread bezeichnet. Wird ein Gut zu einem bestimmten Kurs erworben und später zu einem höheren Preis veräußert, so entsteht ein Kursgewinn. Liegt der Verkaufskurs dagegen niedriger als der Kaufkurs, muss der Investor einen Kursverlust verbuchen.

Unterschiedliche Arten von Kursen

Neben Geldkurs und Briefkurs werden weitere Kursarten unterschieden. So wird der erste Kurs eines Börsentages als Eröffnungskurs bezeichnet, der letzte Kurs des Tages hingegen als Schlusskurs. Nach Art der Kursfeststellung wird zwischen fortlaufenden Kursen und Kassakursen (oder Einheitskursen) differenziert. Gehandelter Kurs bedeutet, dass zu diesem Preis Umsätze stattgefunden haben, während Taxakurse oder Schätzkurse dann festgelegt werden können, wenn mangels Orders keine Umsätze möglich waren. Angaben von Börsenkursen werden oft um Kurszusätze und Kurshinweise ergänzt, die Informationen zum Zustandekommen des Kurses, zum Umfang der ausgeführten limitierten Orders oder zu Kursveränderungen geben.

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