Münzzeichen: SM

Die meisten Münzen sind mit einem sogenannten Präge- oder Münzzeichen versehen. Diese aus einem oder zwei Buchstaben bestehende Kennzeichnung gibt an, in welcher Prägeanstalt die Münze hergestellt worden ist. Je nachdem, aus welchem Land oder aus welcher Zeit sie stammt, ist sie auf der Vorder- oder auf der Rückseite mit dem Prägezeichen markiert. Oftmals ist es so klein, dass man es auf den ersten Blick gar nicht erkennt.

Das sagt das Prägezeichen aus

Da viele Länder nur eine einzige Prägeanstalt haben, ist das Prägezeichen dort von untergeordneter Bedeutung. Mit fünf Prägestätten bildet Deutschland eine Ausnahme.

Die deutschen Euro-Münzen sind entsprechend mit den Prägezeichen J für Hamburg, G für Karlsruhe, F für Stuttgart, D für München und A für Berlin markiert. Ein Prägezeichen mit den Buchstaben SM ist heute nur noch für Sammler, nicht aber für den Zahlungsverkehr von Bedeutung. Es handelt sich dabei um eine historische Kennzeichnung für deutsche Münzen, die 1923 in Menden hergestellt worden sind.

Sie stammen von der Firma Schulte, die Notmünzen für den westfälischen Raum hergestellt hat. Zwischen 1750 und 1940 gab es sehr viel mehr Prägezeichen als heute. Beispiele hierfür sind das Zeichen T für Münzen, die 1916 in Tabora (Deutsch-Ostafrika) gefertigt worden sind, das F für Magdeburger Münzen aus den Jahren 1759 - 1769 und das U für Münzen aus Utrecht (1923).

Das gibt es noch über Prägezeichen zu wissen

Nach der Gründung des Deutschen Reichs im Jahr 1871 oblag es den einzelnen deutschen Staaten selbst, das Münzrecht auszuüben. Die Prägezeichen stammen aus dieser Zeit. Ihre Anordnung entspringt einem Beschluss des Bundesrates von 7.12.1871. Die Reihenfolge war im sechsten Artikel der damals gültigen Verfassung festgeschrieben.

Man achtete damals besonders darauf, Verwechslungen zwischen Prägezeichen gleichen Aussehens zu vermeiden. Deshalb gibt es kein deutsches I, das auch für eine römische I und eine lateinische 1 stehen könnte.

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