Feingewicht

Beim Feingewicht (Nettogewicht) einer Münze, eines Barrens sowie auch von Schmuck handelt es sich um den reinen Bestandteil von Edelmetallen. In der Regel wird dieses Gewicht in Gramm angegeben.

Im Gegensatz zum Raugewicht oder Bruttogewicht sind beim Feingewicht keine materiellen Bestandteile, die für die Veränderung der Härte sowie der Farbe einer Münze verwendet werden, enthalten. Das Nettogewicht dient somit als Hilfestellung für die Wertbestimmung von Münzen.

Die gesetzliche Regelung des Feinheitsgehalts

Die Richtigkeit der Stempelung wurde in Deutschland schon im 19. Jahrhundert durch das Feingehaltsgesetz geregelt. Dieses besagt, dass der Anteil des höchstwertigen Edelmetalls bei Münzen sowie anderweitigen Gold- und Silberwaren als Feingehalt zu bezeichnen ist.

Die gesetzlichen Bestimmungen wurden im Laufe der Jahre immer wieder erneuert beziehungsweise verändert. Bezeichnungen wie Karat (Gold) oder Lot (Silber) sind laut Feingehaltsgesetz unzulässig. Daher wird der Feingehalt neben den gebräuchlichen Ausdrücken in Tausendteilen angegeben. Eine Goldmünze mit 21,6 Karat würde einem Feingewicht von 900 entsprechen.

Übliche Feingehalte für Gold- und Silbermünzen

Bei Goldmünzen liegt der Feingehalt, auch Korn genannt, oft über einer Reinheit von 900. Abhängig vom Land und Jahrgang einer Münze treten einige Ausnahmen auf. So waren Mitte des 18. Jahrhundert auch Goldmünzen mit einem Feingewicht von 638 erhältlich.

Ähnlich verhält sich das Nettogewicht bei Silbermünzen. Ab einer Reinheit von 500 finden Konsumenten die unterschiedlichsten Varianten vor. Gängige Feingehalte erhalten Konsumenten mit 625,750, 812.5, 875 sowie der Bezeichnung Sterling, das für den hohen Reinheitsgehalt von 925 steht.

Die Berechnung des Feingewichts

Das Feingewicht einer Münze lässt sich einfach selbst berechnen. Bei einer Münze mit einem angenommenen Gewicht von fünf Gramm und einem Feingewicht von 900 wäre ein Nettogewicht von 4.50 Gramm gegeben. 0.50 Gramm wurden für die Legierung der Münze verwendet. Die Berechnung erfolgt anhand der Anzahl der Gramm, die mit dem Feinheitsgehalt multipliziert werden.

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