Schrot und Korn

Schrot und Korn ist ein ursprünglich aus der Numismatik stammender Begriff, der im übertragenen Sinn auch in der Alltagssprache verwendet wird. Umgangssprachlich wird gelegentlich gesagt, etwas oder jemand sei noch "von echtem Schrot und Korn". Teilweise ist auch die Formulierung "von altem Schrot und Korn" gebräuchlich. Damit soll ausgedrückt werden, dass etwas tatsächlich Substanz hat und der äußere Schein nichts vorgibt, was in Wahrheit jedoch gar nicht vorhanden ist.

Raugewicht und Feingehalt

Im numismatischen Sinn meint der Begriff Schrot das Gesamtgewicht einer edelmetallhaltigen Münze, das auch als Raugewicht bezeichnet wird. Es umfasst neben dem enthaltenen Edelmetall also auch nicht edelmetallische Anteile.

Im Unterschied dazu steht der Begriff Korn für den Feingehalt der Münze, also den Gehalt an Edelmetall. Letzterer war früher ausschlaggebend für den Wert der Münze. So entsprach beispielsweise der aufgeprägte Wert einer Gold- oder Silbermünze bis etwa zum Ersten Weltkrieg - zumindest theoretisch - dem Wert des darin enthaltenen Edelmetalls.

Kurantmünzen - "von echtem Schrot und Korn"

Für Münzen, deren Nominalwert durch den Wert des Münzmetalls gedeckt ist, wird auch die Bezeichnung Kurantmünzen verwendet. Sie sind also "von echtem Schrot und Korn".

Im Unterschied dazu ist der Wert des verwendeten Metalls bei sogenannten Scheidemünzen deutlich geringer als der Nominalwert der Münze.

Bestrebungen, den Feingehalt von Münzen zu reduzieren und das auf diese Weise übrig bleibende Edelmetall für andere Zwecke, beispielsweise zur Prägung von weiteren Münzen, zu nutzen, sind schon sehr früh nachweisbar. Sie führten beispielsweise im 17. Jahrhundert in Europa zu einer erheblichen Münzentwertung, die als "Kipper- und Wipperzeit" bezeichnet wird und deren Höhepunkt in den Jahren 1620 bis 1623 und somit in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges lag.

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