Ohm

Das Ohm ist ein Volumenmaß, das in der Vergangenheit eine geläufige Einheit für die Beschreibung von Flüssigkeiten war. Heutzutage ist das altertümliche Maß von den modernen Volumeneinheiten Liter und Kubikzentimeter weitestgehend verdrängt worden und besitzt keine wissenschaftliche Bedeutung mehr.

Was früher unter der Einheit zu verstehen war, wie sie definiert wurde und warum sie heute kaum noch Anwendung findet, wird hier erklärt.

Definition und Geschichte

Zu der Zeit, als das Ohm eine regulär verwendete Einheit war, herrschte im internationalen Kontext ein großes Durcheinander in Bezug auf Maßeinheiten. Je nach Region bzw. Herrscher waren unterschiedliche Standards für die Erfassung von Volumen und Gewichten im Umlauf. Und selbst wenn zwei unterschiedliche Hoheitsgebiete die gleiche Einheit verwendeten, so waren sie häufig verschieden definiert.

Die Einheit Ohm ist für diesen Zustand ein gutes Beispiel, denn je nach Gebiet war sie definiert als ein Flüssigkeitsvolumen zwischen 134 und 174,75 Litern. Besonders verbreitet war das Maß im europäischen Raum, insbesondere in den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Estland, Schweden und Dänemark.

Der wörtliche Begriff Ohm leitet sich vom lateinischen Begriff des Eimers (ama) ab. Des Weiteren war die Einheit auch als sogenanntes Saummaß verbreitet und ein Ohm entsprach der Menge, die ein einzelnes Trägertier problemlos transportieren konnte. Die zu Grunde liegende Maßkette war je nach Region sehr unterschiedlich und entsprechend verwirrend. Das Ohm wurde dabei üblicherweise in die Einheiten Viertel, Maß und Schoppen aufgeteilt.

Die Einheit in der Gegenwart

Im heutigen Zeitalter kommt dem Ohm als Hohl- und Flüssigkeitsmaß keine Bedeutung mehr zu und der Begriff wird heute in erster Linie mit der Beschreibung eines elektrischen Widerstandes verbunden. In der Gegenwart sind die üblichen Einheiten für Volumen Liter sowie Kubikzentimeter, die einheitlich sind und aus anderen physikalischen Konstanten hergeleitet werden können.

Die altertümliche Maßangabe konnte sich auf Grund ihrer schwammigen Definition sowie regionalen Schwankungen in den modernen Naturwissenschaften nicht durchsetzen und verlor daher ihre Bedeutung.

In Bezug auf Münzen war die alte Maßeinheit insofern von Bedeutung, da mit ihr bzw. ihren untergeordneten Einheiten die Menge einer verdrängten Flüssigkeit beschrieben werden konnte, was für die Ermittlung der Dichte ein wichtiges Kriterium ist.

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