Eisenmeteorit

Ein Eisenmeteorit stammt wie alle Meteoriten aus dem Weltall. Als Eisenmeteoriten können rund fünf Prozent aller niedergehenden Meteoriten bezeichnet werden. Sie bestehen zum größten Teil aus Eisen und Nickel und werden daher auch als Nickel-Eisen-Meteoriten bezeichnet.

Entstehung und Zusammensetzung

Ein Eisenmeteorit stammt wahrscheinlich aus dem Kern eines ehemaligen Asteroiden, bei dem sich Eisen und Nickel im Inneren absetzten. Im Asteroidenkern waren die Elemente flüssig. Pro Jahrtausend kühlte sich der Asteroidenkern um rund ein Grad Celsius ab. Bei diesem Prozess entstand zuerst ein homogenes Gemisch aus Eisen und Nickel. Später kristallisierte Nickel in nickelarmes Kamacit und nickelreiches Taenit. Ein Eisenmeteorit enthält außerdem Eisencarbid, Nickel-Eisen-Phosphit, Graphit und Eisensulfit. Zusätzlich können Spuren von Arsen, Gallium, Germanium, Gold, Iridium und Wolfram enthalten sein.

Aussehen

Eisenmeteoriten lassen sich gut erkennen. Sie haben ein hohes Gewicht und sind die einzige Quelle reinen Eisens in der sauerstoffreichen Luft der Erde. Oft gleichen sie einem Stück Schlacke. Eisenmeteoriten besitzen auf ihrer Oberfläche zahlreiche unregelmäßige Vertiefungen, die wie Fingerabdrücke aussehen. Nach der Bearbeitung der krustigen Oberfläche werden Einschlüsse und kristalline Strukturen sichtbar.

Geschichte

Eisenmeteorite wurden schon in der Ur- und Frühgeschichte 3300 bis 3000 v. Chr. gefunden. Aus dem harten Eisenmeteorit wurden Werkzeuge, Waffen oder Kultgegenstände hergestellt. Tutanchamun wurde eine Dolchklinge aus Eisen in die Grabkammer gelegt. Die Eskimos benutzen Eisenmeteorite als Klingen für Messer oder Harpunen. Heute wird meteoritisches Eisen zu Schmuck oder Messern verarbeitet.

Gliederung der Eisenmeteorite

Ataxite haben einen Nickelgehalt von über 15 Prozent. Ein weiterer Bestandteil ist Taenit. Der Eisenmeteorit zeigt keine typischen Strukturen wie die Flächen von Oktaedern oder bandförmige Reste von Taenit. Hexaedrite bestehen fast ausschließlich aus Kamacit. Der Nickelgehalt liegt zwischen vier und 7,5 Prozent. Bei einigen Hektaedriten werden Verformungen der Kristallstruktur beobachtet. Sie lassen auf einen Zusammenprall oder auf einen Einschlag schließen. Oktaedrite werden bei ihrer Entstehung über 800 Grad Celsius heiß. Sie bestehen aus Kamacit und Taenit. Nach dem Polieren und Abätzen zeigen sich bei diesem Eisenmeteorit Widmannstättensche Strukturen. Dabei wird das nickelarme Kamacit aufgelöst und nur das nickelreiche Taenit bleibt als Balkengerüst bestehen. Je mehr Nickel der Oktaedrit besitzt, umso feiner ist die Struktur.

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