Assoziierte Euronutzer

Zum "Euro-Land", in dem der Euro als offizielle Landeswährung gilt, gehören nicht nur die 18, die Euro-Zone bildenden EU-Staaten, sondern auch einige weitere Staatswesen außerhalb der EU. Diese Nicht-EU-Gebiete haben den Euro entweder aufgrund einseitiger Entscheidung (Montenegro, Kosovo, Akotriri und Dekelia) übernommen oder sie stehen durch Währungs-Abkommen mit einem Euro-Zonen-Staat in einem formellen Assoziationsverhältnis zur Euro-Zone. Assoziierte Euronutzer sind die europäischen Kleinststaaten Monaco, Vatikanstadt, Andorra und San Marino, die eigene Euro-Münzen in geringen Auflagen prägen lassen dürfen. Die ebenfalls assoziierten französischen Nicht-EU-Gebiete Saint-Barthélemy und Saint-Pierre und Miquelon geben keine eigenen Münzen heraus.

Monaco

Gemäß eines auch die EU bindenden Vertrags mit Frankreich vom 24. Dezember 2001 darf das Fürstentum Monaco eigene Euro-Münzen prägen. Die seit 2001 in Paris geprägten monegassischen Euro-Umlaufmünzen tragen ein Füllhorn als Münzzeichen. Bisher hat Monaco vier 2-Euro-Gedenkmünzen herausgebracht sowie sieben nur in Monaco als gesetzliche Zahlungsmittel geltende Sondermünzen mit Nominalwerten von 5 bis 100 Euro. Die Auflagen dieser Gold- und Silbermünzen liegen zwischen 1000 und 14.999 Stück.

Andorra

Das Fürstentum Andorra hatte den Euro bereits 2002 einseitig eingeführt. Seit dem Abschluss eines entsprechenden Vertrags mit der EU gilt Andorra seit 2011 als assoziierter Euronutzer-Staat. Das Recht im Rahmen dieser Rechtsstellung, Euro-Münzen im Umfang von jährlich knapp 2,5 Millionen Euro herauszugeben, besitzt das Land seit 2013. Der erste Andorra-Euro-Kurssatz des assoziierten Euronutzer-Staats kam 2014 heraus.

San Marino

Die seit 1862 mit Italien eine Währungsunion bildende Republik San Marino gibt seit 2002 in Rom (Münzstättenzeichen "R") geprägte Euro-Umlaufmünzen heraus. 2004 präsentierte San Marino die erste von mittlerweile zehn 2-Euro-Gedenkmünzen. Daneben hat die Republik 29 Sondermünzen in Silber (Nominale 5 und 10 Euro) sowie zehn Sondermünzen in Gold (Nominale 20 und 50 Euro) herausgegeben.

Vatikanstadt

Aufgrund eines Währungsvertrags (2000) mit Italien darf der Kirchenstaat eigene Euro-Münzen (Münzstättenzeichen "R") in der italienischen Hauptstadt prägen lassen. Der Staat der Vatikanstadt ist seit 2010 verpflichtet, mehr als die Hälfte seiner Münzen in den normalen Geldverkehr zu bringen. Bisher gab es drei Prägeserien mit Papst-Porträts und eine Sedisvakanz-Serie (2005). Es wurden bis 2013 elf 2-Euro-Gedenkmünszen und über 60 Sammlermünzen (Nominalwerte 5 bis 200 EUR) in Silber und Gold geprägt.

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