Zentralbank

Eine Zentralbank ist eine Institution, die für die Geld- und Währungspolitik eines Staates oder eines Währungsraumes zuständig ist. In vielen Staaten wurde die Zentralbank darauf festgelegt, die Preisniveau- und Geldwertstabilität zu bewahren. Die Aufgabe der Zentralbank ist, die Währungsreserve des Währungsraumes zu halten, Geschäftsbanken und den Staat zu refinanzieren. Ebenso ist es Aufgabe der Zentralbank, Banknoten zu emittieren und sie in Umlauf zu bringen. Zur Aufgabenerfüllung findet sich eine ganze Reihe von Instrumentarien, die der Notenbank zur Verfügung stehen, welche die unterschiedlichen Zentralbanken in verschiedenen Intensitäten einsetzen. Dabei wird der Abhängigkeitsgrad der Notenbanken von wirtschaftlichen Strukturierungen des Landes gesehen. Es gibt nationale und supranationale Währungsgebiete, in denen Zentralbanken auf nationaler Ebene, wie z. B. das Federal Reserve System, die Schweizerische Nationalbank oder die Bank of England, und auf supranationaler Ebene, wie z. B. die Europäische Zentralbank vorzufinden sind.

Die Anfänge von Banken

In Europa befanden sich im 16. und 17. Jahrhundert keine Banken, welche eigene Münzen prägten. Das Recht dazu wurde von einem staatlichen Pachtvertrag genutzt. Aus sogenannten Zettelbanken heraus nahmen Banken Quittungen für Münzgeld in Verwahrung. Diese Quittungen galten als Zahlungsmittel. Wer solche Quittungen besaß, der hatte das Recht, von einer verpflichtenden Bank eine entsprechende Menge an Münzgeld zu verlangen. 1609 wurde die Amsterdamer Wechselbank als öffentliche Bank gegründet, die bargeldlos Forderungen zwischen Konten bewegt, das Buchgeld wurde eingeführt. Als eine der ältesten, noch heute existierenden Zentralbank galt die Schwedische Reichsbank, die 1656 von der Schwedenregierung als private Institution genehmigt wurde, sie unterlag aber trotzdem einer staatlichen Leitung. Drei Jahrzehnte später wurde die Bank of England gegründet. Sie wurde als Aktiengesellschaft gegründet, genau wie die Schwedische Reichsbank. Die wichtigste Aufgabe bestand darin, der Regierung mit Geld auszuhelfen.

Die einzelnen Werdegänge von Zentralbanken

Ab dem 19. Jahrhundert war das Bankwesen im Aufwärtstrend. Um die Regulierungen weiter voranzutreiben, waren Finanzkrisen ein treibender Faktor. Waren Finanzkrisen überwunden, war es den Zentralbanken gestattet, allein Banknoten herauszugeben. Um den Banknotenbestand zu gewährleisten, wurden diese zunächst mit Münzen, danach mit Edelmetallen wie Gold abgesichert. Mit der Zeit wurde die Papiergeldmenge gegenüber den Münzen und Edelmetallen deutlich höher. 1914 wurde die Golddeckungspflicht aufgehoben. Die Aufgaben der Zentralbank bestanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts darin, die Kriegsausgaben mit finanziellen Ressourcen abzudecken. Heutzutage haben die Zentralbanken ihr Augenmerk auf drei Hauptzielen, die sich geschichtsträchtig entwickelt haben. Das sind Preisstabilität, finanzielle Stabilität und wirtschaftliches Gleichgewicht. Die Ziele von Zentralbanken werden meist per Gesetz vorgegeben. Bei Staaten, die z. B. gebundene Währungen haben, ist die Zentralbank verpflichtet, das Währungsmedium durch Verkäufe und Käufe zu stabilisieren.

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