Bernstein

Bernstein ist ein seit Jahrtausenden beliebter Schmuck- und Heilstein. Der Bernstein fasziniert durch seinen goldgelben Glanz, die unterschiedliche Farbgebung und eine hohe Lichtbrechung. Bernstein, der auch Amber oder in der mineralogischen Fachsprache Succinit genannt wird, besteht aus gehärtetem Baumharz, das vor vielen Millionen Jahren aus den Wunden von verschiedenen Nadelhölzern ausgelaufen und an der Luft schnell getrocknet ist. Große Mengen davon sanken durch Erdabtragungen und vor allem durch den Einfluss von Wasser in tiefere Sedimentschichten. Dort, wo früher Land war, befinden sich heutzutage vielfach Meere. Bedeckt wurden die Harze in den Sedimentschichten von Sand, Erde, Staub und anderen Gesteinsschichten, die mithilfe des großen Drucks den Bernstein entstehen ließen. Wie Forscher herausgefunden haben, entstanden die ersten Bernsteine vor rund 300 Millionen Jahren, die meisten allerdings im Zeitalter des Tertiärs, also vor etwa 55 Millionen Jahren. Noch nicht völlig ausgereifte Harze werden als Kopal bezeichnet. Sie sind wenige 1000 Jahre alt, während Bernsteine in der Regel mindestens eine Million Jahre auf dem Buckel haben.

Die wichtigsten Fundorte

Bernstein ist ziemlich leicht und schwimmt daher in sehr salzigen Gewässern. Das größte Vorkommen gibt es in der südlichen Ostsee. Das dort gefundene fossile Harz wird als Baltischer Bernstein bezeichnet. Zumeist wird es als Strandgut an die Strände der anliegenden Küsten angespült. Weitere wichtige Küstenregionen lassen sich in England, in der Dominikanischen Republik, in Mexiko, Spanien, Portugal, Madagaskar oder im Libanon finden. Viele Bernsteine haben die Größe von Kieselsteinen, die größten bislang gefundenen Steine haben die Größe einer Faust erreicht. Bernsteine sind brennbar und lassen sich sehr einfach entzünden. Daher haben sie auch ihren Namen, der von dem mittelniederdeutschen Wort bernen abgeleitet wird. Bernen heißt so viel wie brennen. Beim Verbrennen entsteht ein sehr aromatischer Geruch. Daher wurden Bernsteine immer wieder auch als Weihrauchersatz verwendet. Die größten Produzenten für Schmuck aus Bernstein sitzen in Russland, Litauen und Polen. Neben Schmuck werden Bernsteine auch zu Öl verarbeitet oder gelegentlich als Porzellanersatz in der elektrischen Industrie als Widerstände verwendet.

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