Fossilien

Fossilien üben eine besondere Faszination auf den Betrachter aus, ganz gleich, ob es sich um Inkohlung von Pflanzenmaterial wie Holz, Bernsteineinschlüsse, Spurenfossilien, versteinerte Landbewohner oder ehemalige Meerestiere handelt. In der Erd- und Klimageschichte fanden viele Umwandlungen statt, sodass die Lithosphäre durch Verwitterung und gezielten Abbau nach und nach ihre Schätze freigibt. Da weite Teile der heutigen Landmassen vom Tethysmeer bedeckt lagen, sind Fossilien maritimen Ursprungs häufig in aufgefalteten Gebirgen anzutreffen, die aus Meeresboden entstanden. Man denke nur an den "lebendigen" Juramarmor, der für Fensterbänke, Hausverkleidungen oder Fußböden eingesetzt wird und mit Ammoniten, Belemniten (Donnerkeile) oder Fressgängen von Würmern an seine Herkunft erinnert.

Wundersame Verwandlungen

Für Aufsehen sorgte der spektakuläre Fund eines Ammoniten mit einem Durchmesser von 1,8 Metern und einem Gewicht von stolzen 3,5 Tonnen, wobei die Wohnkammer fehlt und der Ammonit daher noch größer gewesen sein muss. Aufgespürt wurde das Exemplar 2008 in Seppenrade/Nordrhein-Westfalen. Bis zum Ende der Kreidezeit (vor ca. 70 Millionen Jahren) bevölkerte der artenreiche Kopffüßer mit dem auffälligen spiraligen Gehäuse, das an ein gewundenes Widderhorn (Ammonshorn) erinnert, die Meere. Entstehen können solche organischen Abbilder nur, wenn bestimmte Bedingungen vorliegen. Zunächst muss der Verwesungsprozess des organischen Materials zum Stoppen kommen, häufig durch steigende Sedimentablagerungen und damit Druck. Mineralien, die in den Sedimentschichten kursieren, ersetzen die organischen Bestandteile beispielsweise im Inneren eines Ammoniten, bis sich zum Schluss sogar die Schale auflöst. Übrig bleibt ein steinerner Abdruck. Ganz selten löst sich die perlmuttene Schale nicht auf und bleibt stehen, solche fossilen Exemplare werden im Grenzgebiet USA/Kanada gefunden und sind äußerst wertvoll.

Seelilienscheiben als Zahlungsmittel

Als Bonifatiuspfennig bekannt sind die versteinerten Stielglieder der Seelilie. Auch als Wichtelpfennig, Hexengeld, Linsenstein oder gelegentlich als Sonnenrädchen (wegen der Einkerbungen am Scheibenrand) bekannt, war der Bonifatiuspfennig ein beliebtes Zahlungsmittel in Thüringen zur Zeit des englischen Mönches Bonifatius (675-757). Seelilien sind keineswegs Pflanzen, wie der Trivialname nahelegt, sondern zählen zur Familie der Stachelhäuter. Die Umwandlung zu Fossilien fand vor ca. 300 Millionen Jahre am Übergang von Trias und Perm statt.

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