Groschen

Mit Groschen werden die unterschiedlichsten Münzen bezeichnet. Die Bezeichnung stammt von dem italienischen denaro grosso oder ist der lateinischen Bezeichnung des Turnosen abgeschaut.

Die ersten deutschen Groschenmünzen

Graf Meinhard II. von Tirol ließ zum ersten Mal im Jahr 1271 in der Stadt Meran deutsche Groschen prägen. Am Anfang war der Groschen eine Münze aus massivem Silber. Diese Münze war größer als der im Wert geminderte Denar. Er stellte ein Vielfaches des ehemaligen Pfennigs dar. Im Jahr 1104 soll die Stadt Trier groschenähnliche Dickpfennige hergestellt haben. Diesen folgten dann die Böhmengroschen aus Kuttenberg im Jahr 1300. Diese neue Münze regte schon bald weitere Münzherren zum Nachahmen an.

Unterschiedliche Wertstückelung

Es war Kaiser Ludwig IV. der Bayer, der dem Grafen Adolf VI. von Berg im Jahr 1328 das Prägen von Turnosen in Wipperfürth erlaubte. Bis in das Jahr 1346 wurden hier die ältesten Groschen auf dem heutigen Territorium der Bundesrepublik Deutschland geprägt. Bald folgten Münzen als Pragergroschen in Kuttenberg um 1300 und auch der Meißnergroschen wurde in Freiberg in der Landeshauptmünzstätte gemünzt. Diesen beiden Münzen kam eine überregionale Bedeutung zu. Sie übten einen großen Einfluss auf das deutsche Münzwesen aus. Ganze 12 Pfennige war er wert, der Polengroschen oder Grosz nur die Hälfte. In Schlesien war er als Gröschel oder Gröschl oder auch als Greschl und Greschel mit einem Wert von 2,5 bis 3 Pfennig weit verbreitet.

Von der Kurantmünze zur Scheidemünze

Im Preußen des 19. Jahrhunderts, ab 1821, gab es den Silbergroschen zu 12 Pfennigen. Hinzu kam der Neugroschen in Sachsen, unterteilt in 10 Pfennige. Wie schon der Pfennig, so wurde aus der Kurantmünze Groschen eine Scheidemünze. Bereits im 18. Jahrhundert war er in Preußen schon zur Scheidemünze geworden. In Sachsen wurde er noch bis ins Jahr 1827 als Kurantmünze ausgebracht. Demnach mussten in 320 Groschen der Silbergehalt einer Kölner Mark, das waren 233,856 Gramm, enthalten sein. Im deutschen Sprachraum gab es etliche Bezeichnungen wie Kleingroschen, Neugroschen, Mariengroschen der Groten in Norddeutschland. Die Stückelung lag zwischen 2 1/2, 10 und 12 Pfennig. Der spätere Kreuzer zu 4 Pfennig wurde auch aus der Abkürzung des Kreuzgroschens geboren. Als im Jahr 1871 die Mark zu 100 Pfennigen eingeführt wurde, wurde der Groschen als eigenständiges Münznominal abgeschafft.

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