Vinkenauge

Vinkenaugen sind sehr kleine Silberpfennige, die im 14. und 15. Jahrhundert in Pommern und den Nachbargebieten geprägt wurden. Bisweilen werden die Münzen auch als Finkenaugen bezeichnet, auch wenn es ziemlich unwahrscheinlich ist, dass sie auf den bekannten Vogel zurückzuführen sind. Die etymologische Herkunft des Wortes ist bisher nicht geklärt.

Die Geschichte der Vinkenaugen

Der erste geschichtliche Hinweis auf ein Vinkenauge findet sich in einer Urkunde aus Pommern aus dem Jahr 1279, in der die kleine Münze namentlich erwähnt wurde. Kurz darauf, im Jahr 1304, tauchte sie erstmals in der Mark Brandenburg auf und wurde 1357 in Mecklenburg benannt.

Obwohl Vinkenaugen vor allem in Pommern eine große Rolle spielten, tauchten sie auch in anderen Gebieten Deutschlands auf. Geringe Mengen wurden zum Beispiel in Brandenburg, in der Lausitz und in Ostpreußen geprägt.

In Pommern galten Vinkenaugen über einen gewissen Zeitraum als die einzigen Rechnungsmünzen. Im Jahr 1489 untersagte der Herzog von Pommern das Prägen von Vinkenaugen. Das bedeutete aber noch lange nicht das Ende der kleinen Pfennige. Sie blieben noch viele Jahrzehnte im Umlauf.

Charakteristika

In der Regel weist ein Vinkenauge eine Prägung auf beiden Seiten auf. Als Motiv für die Vorderseite wurde der Greif oder dessen Kopf verwendet, während die Rückseite für das Stadtwappen freigehalten wurde. Die Münze hat eine ovale Form und wiegt durchschnittlich 0,26 Gramm. Der Durchmesser beträgt bis zu 10 Millimetern. Vinkenaugen bestehen aus Silber und haben einen Feingehalt von etwa 195/1000.

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