Nutzgeld

Unter Natural-, Waren- und Nutzgeld werden die Frühformen des Geldes verstanden. Nutz- und Naturalgeld wurden schon in früheren Kulturen und Epochen verwendet, vor allem wertvolle, nützliche und schöne Dinge, die dem täglichen Bedarf dienten, wurden als Nutzgeld eingesetzt.

Nutz- und Naturalgeld in unterschiedlichen Kulturen

Vor allem in Mikronesien wurde "Steingeld" als Form des Nutzgeldes verwendet, ähnlich verhält es sich in Neu-Guinea, wo noch heute mit Ring- und Schmuckgeld gezahlt wird. In Afrika und China werden heute noch Schnecken- und Muschelgeld verwendet. Gerade in Nordamerika war aufgrund der Witterung Kleidergeld in Form von Pelz und Fellen sehr begehrt.

Metall wurde in allen Regionen als Nutzgeld verwendet, weiterhin können auch Rinder, Kamele, Dolche, Schmuckringe, Steine und Salze als Nutzgeld dienen. Da diese Gegenstände nicht an Faszination nachließen, aber nicht mehr unbedingt als Nutzgüter eingesetzt wurden, wurden sie in weniger wertvollen Nachbildungen als Zahlungsmittel verwendet und eingesetzt.

Bei der Auswahl des Nutzgeldes spielten schon immer die Zähl- und Lagerbarkeit und die leichte Transportierbarkeit eine wichtige Rolle. Diesen Vorgaben entsprachen vor allem Drähte aus Metall, die leicht aufzubewahren waren. Ein weiteres Beispiel für Nutzgeld der ungewöhnlichen Art sind Bonbons. In Italien wurden diese häufig im Alltag des Einzelhandels verwendet, wenn Kleingeldmünzen knapp waren.

Auch das Nutzgeld war nicht vor Fälschungen sicher

Auch das Nutz- und Naturalgeld war nicht vor Fälschungen sicher, diese wurden aus Knochen, Gestein etc. gefertigt. Ca. 2000 v. Chr. wurden Knochen sowie Gesteine als erstes chinesisches Zahlungsmittel verwendet.

Die Entwicklung zum Münzgeld

Nutz- und Naturalgeld wurden zunehmend durch das Münzgeld abgelöst. Im 7. Jahrhundert vor Christus wurden die ersten Münzen geschaffen, vor allem um den Handel zu erleichtern. Münzen standen dem Nutz- und Naturalgeld sowohl in Größe und Gewicht deutlich besser gegenüber.

In vielen Ländern wurden Münzen vornehmlich über Silberstandards definiert. Die Preise richteten sich folglich durch die mit den Silbermengen definierten Währungseinheiten aus. Im Alltag wurden sowohl Kurant- als auch Scheidemünzen als Alternative zum Nutzgeld immer häufiger verwendet.

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