Deutsche Prägezeichen: W

Die meisten Münzen, die tagtäglich in Umlauf sind, weisen eine spezifische Buchstabenkennzeichnung auf, die Auskunft über ihren Herkunftsort gibt. Anhand des, aus einem oder zwei Buchstaben bestehenden, Kürzels lässt sich leicht ablesen, welche Prägeanstalt für die Produktion der Münze verantwortlich ist.

Da sich auf diese Weise auch besonders rare Münzjahrgänge gut erkennen lassen, spielen Prägezeichen für Sammler eine wichtige Rolle. Wer genauer hinschaut, erkennt die kleinen Zeichen problemlos.

Was bedeuten die Zeichen eigentlich?

In der langen Geschichte der Prägezeichen kamen die verschiedensten Buchstaben vor. Heute ist die Zahl im deutschen Raum auf fünf abgesunken. Es gibt die Prägezeichen A, D, F, G und J. A steht für Berlin, D für München, F für Stuttgart, G für Karlsruhe und J für Hamburg.

Über diese fünf aktuellen Kennzeichen hinaus, gibt es eine Reihe historischer Buchstabenkürzel, die heute nur noch für Sammler interessant sind. Ein Beispiel hierfür ist das W. Sieht man es auf einer deutschen Münze, weiß man, dass es sich um eine in Warschau geprägte Münze aus den Jahren 1923, 1938 oder 1939 handelt. Sie waren für das Generalgouvernement gefertigt worden.

Das deutsche Prägezeichen W ist nicht mit dem französischen zu verwechseln. Hier steht das W für die Prägeanstalt Lille.

Viele historische Prägezeichen bestehen aus zwei Buchstaben. Beispiele hierfür sind BR (Brüssel), KM (Menden), GG (Gent) und SM (Menden). Viele von ihnen waren nur kurze Zeit in Umlauf, weshalb sie heute besonders wertvoll sind.

Der geschichtliche Hintergrund der Prägezeichen

Ein wichtiger geschichtlicher Zusammenhang, der in Bezug mit den Prägezeichen zu nennen ist, ist die deutsche Reichsgründung im Jahre 1871. Damals wurde das Münzrecht in die Hände der Länder gegeben. Aus dieser Zeit stammt auch die noch heutige übliche Buchstabenordnung.

Die Reihenfolge wurde entsprechend des sechsten Artikels der damals gültigen Verfassung festgelegt. Danach wurden die Bundesstaaten nach ihrem Rang geordnet. Auf Grund von Verwechslungsgefahren wurde der Buchstabe I ausgelassen. Man hielt die große Ähnlichkeit mit der römischen und lateinischen 1 für problematisch.

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