Devisenmarkt

1880 wurde durch den internationalen Devisenhandel die Möglichkeit geschaffen, auf einem eigenen Konto im Ausland ausländische Zahlungen gutschreiben zu lassen. Durch die Gründung der Weltbank und dem IWF sowie dem Bretton-Woods-Abkommen im Juli 1944 wurden weltweit feste Wechselkurse installiert, deren Schwankungsbreiten festgelegt waren. Damit wurden die Zentralbanken verpflichtet, bei Unter- oder Überschreitung der fixierten Interventionspunkte in das Geschehen der Märkte einzugreifen und sicherzustellen, dass die Schwankungsbreiten beibehalten werden konnten.

1973 fielen die festen Wechselkurse

Erstmals kam es am 30.09.1969 zu einer Lockerung der bis dahin festen Wechselkurse, im März 1973 startet die EG mit dem sogenannten Block-Floating gegenüber dem amerikanischen Dollar. Dadurch wurden die bis dahin festen Wechselkurse abgelöst und durch frei schwankende Wechselkurse ersetzt. Dieses Floating der Wechselkurse am Devisenmarkt bescherte allen Marktteilnehmern höhere Risiken. Sämtliche Bereiche der Finanzwelt, inklusive der Zinswerte und Aktien, waren für die Zukunft höheren Kursschwankungen, sogenannten Volatilitäten, ausgesetzt. Das zeigte sich insbesondere während der ersten Ölkrise Ende 1973, die durch den Jom-Kippur-Krieg ausgelöst wurde. Der bis dahin nicht für möglich gehaltene Vorgang einer Bankenschließung in der Größenordnung der Herstatt-Bank 1974 am Devisenmarkt warf zudem Fragen nach den Risiken im Interbankenhandel auf. Hierbei ging es um die Gefahren für den Fall, dass eine Bank nicht mehr zu ihren vertraglichen Verpflichtungen stehen kann, obwohl eine andere Bank darauf vertrauen konnte, eine vereinbarte Gegenleistung zu erhalten. Der Vorfall hat erhebliche bankaufsichtsrechtliche Neuregelungen zur Folge, außerdem mussten neue Instrumente für ein effizientes und effektives Risikomanagement installiert werden.

Krisen machen immer wieder staatliche Eingriffe notwendig

Mit der Schließung des eigenen Devisenmarktes löste Mexiko im August 1982 eine weltweite Schuldenkrise aus, die über Lateinamerika bis in die Entwicklungsländer reichte. Weitere Krisen, wie diejenige der Tigerstaaten 1997 oder die argentinische Krise 1998 folgten, und hatten jedes Mal große Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Dabei stellte sich heraus, dass Devisenmärkte, im Gegensatz zu Geld- und Wertpapiermärkten, sehr von staatspolitischen und staatlichen Einflüssen sind. Zwangsläufig muss, sofern eine Währung in eine Krise gerät, der Staat oder seine jeweilige Zentralbank eingreifen.

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