Münz-Lexikon
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E (deutsche Prägezeichen) EC-Karte ESZB EWS EZB Edelsteine Eimer Ein Schweinegeld verdienen Eine Münze werfen Eine goldene Nase verdienen Eisenmeteorit Elektronisches Geld Elektronisches Geld - Euro Elfenbein Emission Entwertung von Euro-Münzen Ersatzwährung Erstabschlag Escudo Es ist nicht alles Gold was glänzt Es jemandem mit gleicher Münze heimzahlen Estnische Krone Etwas für bare Münze nehmen Euro-Münze Rückseite Euro-Münze Vorderseite Euro-Münzen Fälschungen Euro-Münzen Gewicht Euro-Münzen Motiv: Geografie Euro-Münzen Motiv: Kunst Euro-Münzen Motiv: Personen Euro-Münzen Motiv: Pflanzen Euro-Münzen Motiv: Religion Euro-Münzen Motiv: Sport Euro-Münzen Motiv: Tiere Euro-Münzen Motiv: Wappen Euro-Münzen Pille Euro-Münzen Wert Euro-Ratgeber Euro-Zone: Deutschland Euro als Gebrauchsmünzen Europa Umlaufmünzen
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Rubin
Mohs-Härte: 9
Schmelzpunkt: ca. 2040 °C
Dichte: 3,97 – 4,05 g/cm³
Der Rubin ist die hochgeschätzte rote Varietät des Minerals Korund (Aluminiumoxid, Al₂O₃). Seine charakteristische Färbung resultiert aus Spuren von Chrom, die ein Spektrum von zartem Rosa bis zu intensivem, tiefem Rot, dem sogenannten "Taubenblutrot", hervorrufen. Blaue Korunde werden als Saphire bezeichnet, während farblose Varianten Leukosaphire sind. Als einer der vier klassischen Edelsteine zeichnet sich der Rubin durch seine außergewöhnliche Härte und Brillanz aus, was ihn für Schmuck und spezielle numismatische Anwendungen prädestiniert.
Rubine sind auf allen Kontinenten außer der Antarktis zu finden, primär in natriumreichen magmatischen Gesteinen wie Granit sowie in metamorphen Gesteinen. Die bedeutendsten Vorkommen und der Großteil des Abbaus konzentrieren sich auf Asien, insbesondere Myanmar (Burma), Thailand und Sri Lanka, wo seit Jahrhunderten historisch wertvolle Minen existieren. Auch in Ostafrika, speziell in Tansania und Mosambik, werden hochwertige Rubine gefördert. In Europa sind kleinere Vorkommen unter anderem in Norwegen, Grönland und Mazedonien bekannt. Seit dem 19. Jahrhundert ist die synthetische Herstellung von Rubinen möglich, die in Industrie und Technik Anwendung finden, beispielsweise als Lagersteine in Uhrwerken oder in Rubinlasern.
Als Edelstein ist der Rubin wegen seiner intensiven roten Farbe und seiner hohen Beständigkeit äußerst begehrt. Besonders geschätzt sind tiefrote Steine mit einem leichten Blaustich, die oft einen Facettenschliff erhalten, um ihre Brillanz zu maximieren. Exemplare mit optischen Effekten wie dem Asterismus (Sternrubine) werden hingegen im Cabochonschliff verarbeitet. In der Numismatik finden Rubine gelegentlich Verwendung als exquisite Inlays in hochwertigen Gold- oder Silber-Gedenkmünzen, die besondere Themen wie das Königshaus oder bedeutende Jubiläen würdigen. Ihre extreme Härte gewährleistet dabei eine dauerhafte Schönheit und Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung, was sie zu einem idealen Material für solche exklusiven Prägungen macht, auch in Deutschland.
Die Wertschätzung des Rubins reicht bis in die Bronzezeit zurück. In Indien galt er als Talisman und wurde in der Esoterik mit Tapferkeit, Würde und Schutz assoziiert. Auch im Alten Testament wird der Rubin als Stein von höchstem Wert und umfassenden Eigenschaften beschrieben. Erst im 18. Jahrhundert wurde durch mineralogische Forschungen die chemische Verwandtschaft von Rubin und Saphir als Varietäten des Korunds wissenschaftlich bestätigt. Seine Beständigkeit und die tiefe Symbolik des Rots – Farbe der Liebe, Leidenschaft und Macht – sichern dem Rubin bis heute seinen Status als einer der faszinierendsten und wertvollsten Edelsteine.