Antike Münzfüße

Der Begriff Münzfuß ist eine Werteinheit, die bereits auf das Altertum zurückgeht. Er bezeichnet auf Anweisung des jeweiligen Münzherrn, wie viel Edelmetall in welcher Münze enthalten sein muss, also den Feingehalt. Antike Münzfüße, die damals auf dem Silberstandard beruhten, gehen zurück auf Funde auf der Insel Ägina. Der Fund gilt als der älteste Fuß und bezeichnet einen Stater mit einem Wert von 2 Drachmen und einem Feingehalt-Gewicht von 12,3 Gramm. Er wurde als fester Handelswert eingesetzt und vom attischen Münzfuß abgelöst, nachdem er sich über den Peloponnes und die Kykladen ausgebreitet hatte. Wer sich für antike Münzfüße interessiert, wird häufig auf die Münzen von Philipp II. und Alexander dem Großen stoßen, die im Altertum weit verbreitet waren. Der mazedonische Herrscher sorgte für die Verbreitung auf seinen ausgedehnten Feldzügen und installierte dadurch ein festgelegtes Münzwesen über einen Großteil der damals bekannten Welt. Aus dem attischen Fuß entwickelte sich der römische Denar, der sich auch vom Gewicht her zunächst an der Drachme orientierte. 3,9 Gramm betrug das Feingewicht und war demnach ein vierundachtzigstel des römischen Pfundes. Unter Nero wurde das Gewicht abgesenkt auf nur noch 3,3 Gramm.

Vorgeschriebener Feingehalt für freien Handel

Wenn die Rede vom Gewicht ist, so bezeichnet das nur den Feingehalt des Edelmetalls. Münzen wogen durch die Legierungen deutlich mehr und wurden oft eingeschmolzen und neu geprägt, weil viele von ihnen das Abbild des jeweiligen Herrschers trugen. Grundsätzlich mussten die Münzen jedoch den Feingehalt aufweisen, der vom Münzfuß festgesetzt war. Antike Münzfüße hatten Silber als Grundlage, der auch heute noch gültige Goldstandard wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts in vielen Staaten eingeführt. Münzfunde antiker Münzen kommen auch in heutiger Zeit vor. Zur Bestimmung und korrekten Zuordnung sollten Fachleute hinzugezogen werden. Auf Grundlage antiker Münzfüße hat sich Münzgeld als Zahlungsmittel über die ganze Welt ausgebreitet. Die Festlegung des Feingewichts ermöglichte die Berechnung des konkreten Gegenwertes und machte auch über große Entfernungen hinweg einen einheitlichen und wertorientierten Handel möglich.

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