Münz-Lexikon
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E (deutsche Prägezeichen) EC-Karte ESZB EWS EZB Edelsteine Eimer Ein Schweinegeld verdienen Eine Münze werfen Eine goldene Nase verdienen Eisenmeteorit Elektronisches Geld Elektronisches Geld - Euro Elfenbein Emission Entwertung von Euro-Münzen Ersatzwährung Erstabschlag Escudo Es ist nicht alles Gold was glänzt Es jemandem mit gleicher Münze heimzahlen Estnische Krone Etwas für bare Münze nehmen Euro-Münze Rückseite Euro-Münze Vorderseite Euro-Münzen Fälschungen Euro-Münzen Gewicht Euro-Münzen Motiv: Geografie Euro-Münzen Motiv: Kunst Euro-Münzen Motiv: Personen Euro-Münzen Motiv: Pflanzen Euro-Münzen Motiv: Religion Euro-Münzen Motiv: Sport Euro-Münzen Motiv: Tiere Euro-Münzen Motiv: Wappen Euro-Münzen Pille Euro-Münzen Wert Euro-Ratgeber Euro-Zone: Deutschland Euro als Gebrauchsmünzen Europa Umlaufmünzen
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Bimetallmünze
Eine Bimetallmünze, auch als Duplex-Münze bekannt, ist eine besondere Form der Prägung, die aus zwei voneinander getrennten Metallen oder Legierungen besteht. Charakteristisch ist dabei ein zentrales Kernstück, das von einem äußeren Ring aus einem anderen Material umschlossen wird. Diese Konstruktion unterscheidet sich grundlegend vom Bimetallismus, einem Währungssystem, das auf der Deckung durch zwei Edelmetalle wie Gold und Silber basiert.
Die technische Raffinesse der Bimetallmünze
Der Hauptgrund für die Entwicklung und den Einsatz von Bimetallmünzen liegt in ihrer erhöhten Fälschungssicherheit. Durch die Kombination zweier unterschiedlicher Metalle wird die Nachahmung erheblich erschwert, da Fälscher nicht nur die Legierungen, sondern auch den komplexen Prägeprozess beherrschen müssen. Bekannte Beispiele hierfür sind die 1- und Wertvolle 2 Euro Münzen, die in ihrer Bauweise der thailändischen 10-Baht-Münze ähneln.
Die Herstellung einer Bimetallmünze ist ungleich aufwendiger und kostenintensiver als die einer herkömmlichen Monometallmünze. Sie erfordert präzise aufeinander abgestimmte Arbeitsschritte, um die beiden Komponenten perfekt zu fügen und ein dauerhaftes Ergebnis zu gewährleisten. Dabei ist es entscheidend, dass die verwendeten Metalle ähnliche Längenausdehnungskoeffizienten aufweisen, um Verformungen oder das Lösen der Komponenten bei Temperaturschwankungen zu vermeiden.
Herstellungsprozess einer Bimetallmünze
Fertigung der Rohlinge: Zunächst werden das zentrale Kernstück und der äußere Ring separat als Rohlinge aus ihren jeweiligen Metallen oder Legierungen gefertigt. Dies gewährleistet die korrekte Materialzusammensetzung und Dimensionierung jeder Komponente.
Randschriftprägung: Im nächsten Schritt wird, falls vorgesehen, die Randschrift auf die Kante des äußeren Rings geprägt. Dieser Vorgang muss vor dem Zusammenfügen erfolgen, da der Ring danach nicht mehr separat bearbeitet werden kann.
Zusammenfügen der Komponenten: Das Kernstück wird präzise in den äußeren Ring eingesetzt. Dies geschieht unter hohem Druck, um eine feste und dauerhafte Verbindung zu gewährleisten, ohne die Metalle zu verschmelzen.
Endgültige Prägung: Erst nachdem Kern und Ring zusammengefügt sind, erfolgt die eigentliche Prägung des Münzbildes auf Vorder- und Rückseite. Dieser letzte Prägeschritt verbindet die beiden Komponenten endgültig zu einer Einheit und verleiht dem Rohling sein finales Aussehen als Münze.
Sammlerwert von Bimetallmünzen mit Fehlprägungen
Ein besonderes Augenmerk legen Sammler auf Bimetallmünzen mit sogenannten "verrutschten Zentren". Hierbei handelt es sich um Fehlprägungen, bei denen das Kernstück nicht exakt mittig im Ring sitzt. Solche prägungsbedingten Fehler sind extrem selten und können den Sammlerwert einer Münze erheblich steigern. Ein 2-Euro-Gedenkmünzesatz Konrad Adenauer mit einem solchen authentischen Fehler wäre für Numismatiker von großem Interesse.
Es ist jedoch wichtig zu unterscheiden zwischen echten Fehlprägungen und nachträglich manipulierten Münzen. Ein verrutschtes Zentrum kann unter Umständen auch durch gezielte Temperatureinwirkung herbeigeführt werden, da sich die unterschiedlichen Metalle bei Erhitzung ungleich ausdehnen. Solche manipulierten Münzen haben keinen numismatischen Wert. Nur einwandfrei dokumentierte oder offensichtlich prägungsbedingte Fehler erzielen auf dem Sammlermarkt hohe Preise, da sie die Seltenheit und Einzigartigkeit der Münze unterstreichen.