Bimetallmünze

Bei einer Bimetallmünze, die gelegentlich auch Duplex-Münze genannt wird, handelt es sich um eine Münze, die aus zwei unterschiedlichen, voneinander getrennten Legierungen oder Metallen besteht. In der Regel verfügen solche Münzen über ein rundes Kernstück aus einem Material, der umgebende Ring dagegen ist aus einem anderen Metall zusammengesetzt. Auf keinen Fall darf man die Bimetallmünze mit dem Bimetallismus verwechseln, bei diesem Begriff handelt es sich um ein Währungssystem, welches durch zwei verschiedene Metalle, meist Gold und Silber, gedeckt ist.

Fälschungssicherheit hat Vorrang

Münzen aus unterschiedlichen Metallen, die allerdings in einer einheitlichen Legierung geprägt werden, gelten nicht als Bimetallmünzen. Die derzeit bekanntesten Bimetallmünzen dürften die thailändische 10-Baht-Münze sowie die 1- und 2-Euro-Münzen sein, die teilweise der thailändischen Münze sehr ähneln. Ein Grund für die Herstellung dieser Bimetallmünzen besteht in der deutlich höheren Fälschungssicherheit gegenüber normalen Münzen.

Teure Produktion

Die Herstellung einer Bimetallmünze ist deutlich teurer und aufwendiger als die einer normalen Münze. Zunächst werden Ring und Zentrum in eigenen Arbeitsschritten als Rohlinge gefertigt, danach erfolgt die Prägung der Randschrift auf die Ringkante. Anschließend werden Zentrum und Ring ineinander gesetzt und erst danach, im letzten Arbeitsschritt, erfolgt dann die Rohlingprägung mit dem Münzbild, was den Rohling zur Münze macht. Anders als bei Thermobimetallen sind bei Bimetallmünzen Verformungen durch Temperaturveränderungen unerwünscht. Daher müssen die zur Verwendung kommenden Materialien mindestens über ähnliche, am besten aber über identische Längenausdehnungskoeffizienten verfügen. Durch die Verwendung entsprechend zusammengesetzter Legierungen ist dies möglich. Es kann jedoch bei Duplex-Münzen minderer Qualität vorkommen, dass womöglich das Zentrum verrutscht oder sogar aus dem Ring herausfällt. Ein Phänomen, mit dem man insbesondere bei großen Temperaturschwankungen zu kämpfen hat. Diesen Effekt kann man gezielt herbeiführen, indem man eine Euromünze in heißem Wasser erhitzt, da sich die Metalle unterschiedlich ausdehnen. Bimetallmünzen mit verrutschten Zentren besitzen heute, sofern es sich um prägungsbedingte Fehler handelt, einen unglaublich hohen Sammlerwert. Ein Euro mit einem verrutschten Zentrum im eigenen Portemonnaie ist jedoch nicht immer etwas Besonderes, da sich dieser Effekt, wie schon geschildert, mit verschiedenen Hilfsmitteln herbeiführen lässt.

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