Gefütterte Münzen
Unter gefütterten Münzen versteht man Münzen, die unterhalb der Gold- oder Silberoberfläche über einen Kupfer- oder Bronzekern verfügen. Dadurch könnte man sofort darauf schließen, dass es sich bei diesen Münzen um Fälschungen hochwertiger Gold- und Silbermünzen handelt. Vielmehr wurden diese Münzen nach dem Wunsch des Auftraggebers so verfälscht und in Umlauf gebracht. Durch die Plattierung an der Außenseite der jeweiligen Münze wird eine Gold- oder Silbermünze vorgetäuscht.
Geschichte
In der Antike wurden gefütterte Münzen häufig in Krisenzeiten geprägt, da hierfür viel weniger hochwertige Materialien verwendet werden mussten. Aus diesem Grund wird vermutet, dass es sich zu einem großen Teil um offizielle Fälschungen handelt, die vom jeweiligen Herrscher aufgrund der Notzeiten in Auftrag gegeben wurden, um die Menge an Geld zu vermehren. Ein sehr gutes Beispiel hierfür sind die Denare der Römischen Republik.
Bei Sammlern sind auch die silberplattierten Denare sehr beliebt. Diese Münzen sind die Reisemünzen des Hadrian aus den Jahren 120 bzw. 121 n. Chr. Sie erinnern an seine Reise in die germanische Provinz. Deshalb werden sie auch als "GERMANIA CAPTA" Denare bezeichnet.
Ein anderer Name für gefütterte Münzen ist Subaerati. Dieser Name kommt aus dem Lateinischen und setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen. "Sub" kann mit "unter" übersetzt werden und "aerat" ist vom lateinischen "aes" abgeleitet, was Erz bzw. Metall heißt. Im alten Rom wurde als "aes" alles bezeichnet, was nicht aus Gold oder Silber hergestellt wurde. Also verstanden die Römer unter diesem Begriff Bronze, Messing, Billon usw. Eine weitere Form bilden die sogenannten Subferrate. Der Name leitet sich vom lateinischen Wort "ferrum" für Eisen ab, da der Kern der Münze aus Eisen ist.