Münzfüße

Als Münzfuß bezeichnet man den Maßstab, der festlegt, wie viele Münzen aus einer Gewichtseinheit Edelmetall geprägt werden. Er ist praktisch die Grundlage, um die Legierung von Münzen genau festzulegen. Der Grund, warum es überhaupt Münzfüße gibt, liegt darin, dass viele Münzen nicht allein aus Edelmetall bestehen. Gerade um Münzen zu härten, wurden oft weniger wertvolle Metalle wie zum Beispiel Kupfer beigefügt. Der Münzfuß stellt dabei sicher, dass in allen Münzen der gleiche Anteil an Edelmetall (das sogenannte Feingewicht) enthalten ist.

Historische Entwicklung

Die Notwendigkeit für Münzfüße wurde von den Menschen schon sehr früh erkannt. Damit Münzen ein einheitliches Zahlungsmittel sein können, müssen alle Münzen dem gleichen Wert entsprechen. Der erste Münzfuß wurde im antiken Griechenland auf der Insel Ägina entwickelt. Später folgte der attische Münzfuß, an dem sich erst einmal auch das Römische Reich orientiert. Im Mittelalter verbreitete sich zuerst das Karlspfund als genutzte Referenzgröße. Dieses legte fest, dass aus einem Pfund Silber genau 240 Denare geprägt wurden. Eingeführt wurde das System in den Jahren 793/794. Mit dem Ende des Mittelalters wurde das Pfund im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation durch die Mark verdrängt. Vor allem die Kölner Mark wurde zum Münzfuß vieler deutscher Staaten und Städte. Aus einer Kölner Mark sollten genau 9 Reichstaler geprägt werden, die zudem einen Silberanteil von 889/1000 besitzen sollten. Jede Münze erreichte dadurch ein Gewicht von 29,23 Gramm mit einem Feingewicht von 25,98 Gramm. Lange Zeit war Silber die Grundlage für die meisten Währungen in Europa. Dadurch bezogen sich die meisten Münzfüße auch auf Silbermünzen. Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts änderte sich dies jedoch. Gold galt als erheblich wertvoller und haltbarer, weshalb es zur neuen Basis vieler Währungen wurde. Aus diesem Grund wurde der Goldstandard eingeführt.

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