Feinheit

Unter der Feinheit oder dem Feingehalt wird immer der höchste Masse-Anteil von einem Edelmetall in einem Schmuckstück oder in Münzen verstanden.

Angabe und Erklärung

Der Feingehalt wird auch als Promille bezeichnet und entspricht einem Tausendstel vom Gesamtgewicht. Im 19. Jahrhundert wurden auch andere Begriffe wie zum Beispiel Lot oder Karat verwendet. Bei Münzen mit Sammlerwert und Schmuckstücken wird der Feingehalt nicht selten eingeprägt. Entgegen der Prägung ist eine Gravur oder eine per Laser eingebrachte Angabe des Feingehaltes nicht zulässig. Bei der Herstellung ist der Hersteller nicht an eine Gehaltsangabe gebunden, Schmuck kann unabhängig vom Feingehalt produziert und verkauft werden. Im Gegensatz zu Schmuckstücken wird die Feinheit bei elektronischen Bauteilen, bei der Herstellung von Fahrzeugkatalysatoren etc. nicht ausgezeichnet. Bei vielen Edelmetallen stellt 999,9 Promille die höchstmögliche Reinheit dar. Noch höhere Reinheitsgrade können nicht unter enormem Mehraufwand hergestellt werden, durch chemische und physikalische Vorgänge kann die Reinheit jedoch noch gesteigert werden. Bei der Herstellung von Schmuck und Münzen wird häufig eine Feinheit zwischen 585 und 999 angestrebt. Bei der industriellen Schmuck-Fertigung wird hingegen zwischen 333 und 750 verwendet.

Die Bedeutung der Feinheit bei der Münze

Bei der Münze wird die Feinheit Feine oder auch Korn genannt und wird über das Verhältnis zwischen Feingewicht und Masse des Raumgewichts bzw. Schrots definiert. Ein Beispiel für eine hohe Feinheit sind die 10 Mark und 20 Mark Goldmünzen, die von 1871 bis 1915 geprägt wurden. Die Kurantmünzen konnten mit einem Feingehalt von 900/1000 überzeugen. Gleichermaßen hoch war der Anteil bei den silbernen Scheidemünzen von 20 Pf bis 5 M. Goldmünzen wurden in Großbritannien, Portugal und Russland sowie der Türkei sogar mit einer Feinheit von 916,67/1000 (22 Karat) geprägt. Bei Silber ist in der Praxis die Bandbreite des Feingehaltes noch höher und kann zwischen 500/1000 bis 945/1000 variieren. Bei vielen deutschen Scheidemünzen war der Feingehalt jedoch deutlich niedriger und lag unter 500/1000.

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