Börsenarten

Eine moderne Börse stellt sich als Schauplatz organisierten Marktgeschehens dar, bei dem vertretbare Sachen im Rahmen gesetzlicher Vorgaben während klar festgelegter Zeiten gehandelt werden. Die sich aus diesem Zusammenbringen von Angebot und Nachfrage ergebenden Preise werden als "Börsenkurse" amtlich festgehalten. Entsprechend der gehandelten Sachen werden unterschiedliche Börsenarten unterschieden.

Wertpapierbörsen

An den auch "Effektenbörsen" oder "Aktienbörsen" genannten Wertpapierbörsen werden neben Aktien und Wertpapieren auch Derivate bedeutender Publikumsgesellschaften ("Standardpapiere") gehandelt. Die ständig schwankenden Kurse auf diesem Zirkulationsmarktplatz kommen zum großen Teil durch den direkten Handel vor Ort ("Parketthandel", "Präsenzbörse") zustande. Vertragspartner sind Käufer und Verkäufer. Bei der Abwicklung kommen häufig als Mittels- beziehungsweise als Vertretungspersonen Börsenmakler und Broker zum Zuge. Zunehmend an Bedeutung gewinnt in jüngster Zeit der elektronische Handel. Wichtigste Börsen des weitgehend konzentrierten Wertpapierhandels sind die elektronische US-Börse NASDAQ und die New York Stock Exchange, die zusammen etwa zwei Drittel des Aktienhandels abdecken. Wichtig sind auch mit jeweils etwa fünf Prozent Marktanteil die Tokyo Stock Exchange, die London Stock Exchange und die Frankfurter Wertpapierbörse.

Terminbörsen

Werden an Wertpapierbörsen und an den meisten anderen Börsen Kassageschäfte (Vertragserfüllung spätestens zwei Tage nach Vertragsschluss) getätigt, haben sich Terminbörsen auf Börsenhandel auf Basis von terminverzögerten Vertragserfüllungsvereinbarungen spezialisiert. Das der Spekulation besonders weiten Raum öffnende Termingeschäft bietet dem Käufer eine Absicherung ("Hedge") gegen zukünftigen Preisanstieg, dem Verkäufer Absicherung gegen Preisverfall.

Warenbörsen

An den "Produktenbörsen" genannten Warenbörsen werden Nahrungsmittel, Rohstoffe und andere leicht austauschbare Güter gehandelt. Industrielle Erzeugnisse gehören dagegen nicht zu den an diesen Börsen gehandelten Waren. Warenbörsen sind die wirtschaftshistorisch ältesten Börsen. Diese Börsenart spielt heute im Vergleich zu Aktien- und Terminbörsen nur noch eine untergeordnete Rolle.

Spezialbörsen

Neben diesen drei allgemeinen Börsenarten hat sich eine Reihe von Spezialbörsen herausgebildet. So sind neben den allgemeinen Warenbörsen auch viele sich auf eine oder wenige Sachgüter beschränkende Börsen entstanden, wie z. B. die 1887 eröffnete Hamburger Kaffeebörse. Zu den Spezialbörsen gehören unter anderem Energiebörsen, Schifffahrtsbörsen, Getreidebörsen, Edelsteinbörsen, Baumwollbörsen und Ölbörsen.

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