Knete

Wie der Begriff "Knete" zu einem Ausdruck für Geld im Volksmund wurde, lässt sich nicht mehr genau nachvollziehen. Knete ist eine formbare Masse, mit der Kinder gerne spielen. Es hat eine gewisse Faszination, zu beobachten, wie aus dem gleichen Klumpen Material die unterschiedlichsten Formen entstehen können, die je nach Geschick und Kunstfertigkeit vom plumpen Versuch der Nachbildung eines Objekts bis zu einem kleinen Kunstwerk reichen. Vielleicht hat das irgendwann einen Menschen zu dem Gedankengang animiert, dass sich aus Geld alles machen und gestalten lässt. Mit Geld kann der Alltag gestaltet werden, es ist aber auch der Grundstoff für jedes Kunstwerk, das ja auch aus Materialien besteht, die irgendwann gekauft werden mussten.

Herkunft des Wortes Knete als Ausdruck für Geld

Möglicherweise stammt der Begriff aus einer der zahlreichen Gaunersprachen, deren Sinn es war, sich in Gegenwart braver Bürger unterhalten zu können, ohne dass diese verstanden, worum es in dem Gespräch wirklich ging. Sehr kreativ sind auch junge Leute, die sich mit ihrer Jugendsprache von der Elterngeneration unterscheiden wollen und auch ganz froh darüber sind, wenn die Erwachsenen nicht alles mitbekommen, was gesprochen wird. Irgendjemand hat dann das Wort "Knete" für Geld verwendet. Zunächst wurde es nur in einer bestimmten Gruppe verwendet, da sich die Zusammensetzung jeder Gruppe immer wieder einmal ändert, dann wurde der Begriff nach draußen getragen und konnte sich durchsetzen. Er ist jetzt seit vielen Jahren im Umlauf und steht in Konkurrenz mit anderen Bezeichnungen. Als Ausdruck für Geld im Volksmund sind auch Zaster, Kohle oder Kröten sehr beliebt. Oft ist nicht klar ersichtlich, ob der einzelne Ausdruck nur Münzen, Scheine oder Geld insgesamt bezeichnet. Bei dem Begriff "Lappen" ist wohl eher ein Geldschein gemeint, während sich Zaster oder Kröten wohl auf Geld insgesamt beziehen. Wann sollte der Begriff "Knete" nicht als Ausdruck für Geld im Volksmund verwendet werden? In allen Situationen, in denen Wert auf gute Umgangsformen und einen gehobenen Sprachstil gelegt wird, sind Bezeichnungen wie Knete, Kies, Kröten oder Lappen unangemessen. Wer im Vorstellungsgespräch fragt, wie viel Zaster die angebotene Position bringt, hat seine Chancen mit größter Wahrscheinlichkeit verspielt.

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