Währungsparität

Geld hat nicht nur eine einfache Vermittlungsfunktion zwischen Gütern und Dienstleistung. Es ist selbst ein Wirtschaftsgut, welches wie andere Waren bewertet und gehandelt wird. Im Allgemeinen wird dabei zwischen den Binnen- und den Außenwert von Geld unterschieden. Der Binnenwert einer Währung bestimmt die Menge an Gütern, die für eine spezifische Menge dieser Währung im Inland erworben werden kann. Als zweite Bewertungsgrundlage dient der Außenwert von Geld.

Devisenkurs und Währungsparität

Der Außenwert von Geld wird nach zwei unterschiedlichen Prinzipien bestimmt. Zunächst gibt es den Devisenmarkt bzw. Wechselkurs. Dabei wird der Wert durch den freien Markt bestimmt, d.h. durch Angebot und Nachfrage. Diese Entwicklung und das Verhältnis der Währungen untereinander werden an den Devisenbörsen abgebildet. Auch die Währungsparität bringt das Verhältnis zweier Währungen zueinander zum Ausdruck. Jedoch wird dieses Verhältnis nicht durch den freien Markt bestimmt, sondern ist ein rechtlich festgeschriebenes Wertverhältnis. Dies kann durch zwei unterschiedliche Methoden erreicht werden: durch eine Preisbindung an ein Edelmetall oder einer anderen Währung. So war auch der Goldstandard eine Währungsparität und wurde als Goldparität bezeichnet. Die häufigste Form dieser Währungsbindung ist jedoch die Bindung an eine oder mehrere andere Währungen. Der Real, der 1994 in Brasilien eingeführte wurde, war 1:1 an den US-Dollar gebunden oder der österreichische Schilling war bis 1995 an die Deutsche Mark gebunden. Andere Länder haben sich an verschiedenen Währungen gekoppelt, so auch Ungarn. 30 Prozent waren an den US-Dollar gebunden, die restlichen 70% an den ECU, die Europäische Währungseinheit.

Vor- und Nachteile

Ein geläufiger Irrtum ist, dass die Währungsparität einen festen Währungskurs garantiert. Bereits bei Goldparität kam es zu Kursschwankungen um den sogenannten Goldpunkt. Auch eine Währung, die an eine andere gebunden ist, unterliegt gewissen Schwankungen. Jedoch sind die Staaten gezwungen, aktiv auf den Devisenmarkt einzugreifen, wenn bestimmte Ober- bzw. Unterpunkte erreicht werden. Werden diese Investitionspunkte erreicht, kauft und verkauft das Land Devisen und nimmt damit Einfluss auf den Kurs. Dadurch sind die Wechselkurse bei allen Formen der Parität sehr stabil. Wenn es jedoch zu einem sehr starken Ungleichgewicht auf dem Finanzmarkt kommt, muss eine Auf- bzw. Abwertung vorgenommen werden. Während bei einer Aufwertung Exporte teurer werden und Importe günstiger, werden bei einer Abwertung die Importe teurer und Exporte günstiger. Beides kann Vor- und Nachteile für die Wirtschaft und das Sozialgefüge haben.

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