Salzmünzen

Schon 10.000 v. Chr. war Salz ein begehrtes Handelsgut. Salz diente zur Konservierung von Nahrung und zum Würzen von Speisen. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurde Salz im chinesischen Reich zu dem als Zahlungsmittel verwendet.

Das weiße Gold

Auch im Römischen Reich war Salz sehr wertvoll. Es wurde sogar als weißes Gold bezeichnet. Daher erhielten römische Beamte und Legionäre neben ihrem Sold zusätzlich eine Ration Salz. Diese Sonderration wurde als "salarium" bezeichnet, von dem sich der später verwendet Begriff Salär (Lohn) ableitet.

Münzen aus Salz

Im 13. Jahrhundert bereiste Marco Polo den Süden Chinas und berichtete in seinen Reiseaufzeichnungen von Salzmünzen, die dort als Zahlungsmittel verwendet wurden. Nur kaiserliche Beamte waren legitimiert, Salzmünzen herzustellen.

Dazu verwendeten sie spezielle Pfännchen in, denen Sole zu einem Salzbrei eingedampft wurde. Aus der so entstehenden Salzmasse wurden dann Münzen geformt, die an der Unterseite flach und an der oberen Seite gewölbt waren. So dann wurden die Salzmünzen mit dem kaiserlichen Siegel versehen und mit Feuer gehärtet. Mit einem Durchschnittlichen Gewicht von rund 250 Gramm waren die Münzen nicht gerade leicht.

Mit Salzgeld zur einheitlichen Handelswährung

Obwohl das Salzgeld recht unhandlich war, spielte es bei der Bildung einer allgemein anerkannten Handelswährung eine bedeutende Rolle. Sechzig Salzmünzen hatten einen Handelswert von 10 Gramm Feingold. Dabei schwankte der Wert der Münzen entsprechend der örtlichen Begebenheiten. In abgelegenen Bergregionen stieg der Münzwert schnell an, so dass für 10 Gramm Feingold nur 30 Salzmünzen ausgezahlt wurden.

Immerhin diente die Salzwährung bis in das 20. Jahrhundert als Zahlungsmittel und machte China zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht. Auch in anderen Ländern wie Ägypten und Äthiopien wurden Salzmünzen hergestellt und verwendeten diese als allgemeingültige Währung im Handelsverkehr.

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